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Formel1

Formel 1

Vettel holt den 10. Saisonsieg und die Konstrukteurs-WM

Der frisch gebackene Weltmeister war auch beim Großen Preis von Südkorea nicht zu stoppen und siegte vor Hamilton und Red-Bull-Kollege Webber.

Überflieger der Formel 1: Weltmeister Sebastian Vettel hat sich mit dem Großen Preis von Südkorea in Yeongam den zehnten Sasisonsieg gesichert und seinem Team Red Bull den Triumph in der Konstrukteurswertung beschert
Foto: REUTERS

Yeongam. Sebastian Vettel ist nicht zu stoppen: Der frisch gebackene und zugleich jüngste Doppel-Weltmeister aller Zeiten aus Heppenheim hat in Südkorea das viertletzte Formel-1-Rennen der Saison gewonnen. Der 24 Jahre alte Red-Bull-Pilot holte am Sonntag in Yeongam ungefährdet vor Lewis Hamilton (McLaren) und seinem australischen Teamkollegen Mark Webber den Sieg. Vettel und Webber sicherten ihrem Red-Bull-Team damit auch den Triumph in der Konstrukteurs-WM. McLaren ist nach den Plätzen zwei und vier für Lewis Hamilton und Jenson Button aus dem Rennen. Für Vettel, der seinen Fahrertitel schon eine Woche zuvor in Suzuka erfolgreich verteidigt hatte, war es der bereits zehnte Sieg in dieser Saison. "Yes, yes, yes, yes“, brüllte der Formel-1-Champion nach dem 20. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere über Funk.

Nico Rosberg belegte als zweitbester Deutscher den achten Rang, Adrian Sutil verpasste als Elfter knapp die Punkteränge. Timo Glock belegte im unterlegenen Marussia Virgin nur Rang 18, Rekordweltmeister Michael Schumacher war nach einem unverschuldeten Unfall mit Witali Petrow schon in der 17. Runde ausgeschieden.

In der Gesamtwertung baute Weltmeister Vettel seinen immensen Vorsprung nach dem 16. Saisonlauf aus. Hinter Vettel, der jetzt schon 349 Punkte auf seinem Konto hat, ist Button mit 222 Zählern momentan "Best of the Rest“. Aber auch Ferrari-Pilot Fernando Alonso (Spanien/212), der in Yeongam Fünfter wurde, Webber (212) und Hamilton (196) haben noch Chancen auf WM-Rang zwei.

Noch nach dem Qualifiying am Sonnabend hatte es nach einem kleinen Rückschlag für Vettel ausgesehen. Denn vor seinem ersten Rennen als alter und neuer Formel-1-Weltmeister sicherte sich der Brite Hamilton die Pole Position.

Am Sonntag lief es für Vettel dann wieder wie am Schnürchen: Das gesamte Rennen am ostchinesischen Meer auf dem Korea International Circuit war eine 308,630 Kilometer lange Demonstration der Stärke des Vettel-Teams. Im 700. Grand Prix von McLaren hatten Japan-Sieger Jenson Button und Pole-Fahrer Hamilton nicht den Hauch einer Siegchance. Ferrari spielte erst spät eine Rolle. Vorjahressieger Fernando Alonso kam erst im zweiten Rennabschnitt in Fahrt, wurde am Ende der 55 Runden aber nur Fünfter.

Petrow rast in Schumacher

Für Rekord-Weltmeister Michael Schumacher war das Rennen indes schon nach 17 Runden vorbei. Der Russe Witali Petrow hatte sich verbremst und war mit seinem Renault mit hoher Geschwindigkeit in das Heck von Schumachers Mercedes gekracht. Es war nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass die beiden auf der Strecke aneinandergeraten sind. Schumacher hielt sich mit Vorwürfen zunächst zurück: „Ich habe das gar nicht richtig mitbekommen. Das sind Rennsituationen, wie sie leider vorkommen“, sagte der 42-Jährige.

Auch wenn er diesmal nicht auf der Pole Position stand, setzte sich Vettel nach nicht einmal einer Runde in Führung. Mit einem gelungenen Manöver überholte er Hamilton und konnte sich danach etwas von dem Briten absetzen. Hamilton hatte tags zuvor im Qualifying dafür gesorgt, dass im 16. Rennen des Jahres erstmals kein Red Bull auf dem ersten Startplatz zu sehen war.

Packendes Duell zwischen Hamilton und Webber

Auch nach den ersten Boxenstopps blieb Vettel klar vorne. Nach dem heftigen Unfall von Petrow und Schumacher musste das Safety Car auf die Strecke, damit die fleißigen Helfer die Trümmerteile wegräumen konnten. Dadurch verlor Vettel seinen zuvor herausgefahrenen Vorsprung.

Als das Rennen wieder freigegeben wurde, baute Vettel den Vorsprung aber gleich wieder aus. Hinter ihm lieferten sich Teamkollege Webber und Hamilton ein packendes Duell um Platz zwei. Daran änderte sich auch nach dem nächsten Boxenstopp nichts. Ganz vorne allerdings diktierte Vettel das Tempo. Der Weltmeister fuhr ein einsames Rennen und hatte sich vom Verfolger-Duo zwischenzeitlich um mehr als zehn Sekunden abgesetzt. Mit erhobener Faust raste Vettel über die Ziellinie und schrie seine Freude über Funk heraus: "Ja, ja, ja – das war der zehnte Sieg.“


Mit Material von sid, dpa und dapd

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Reaktionen zur Vettel-Weltmeisterschaft:

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dpa
 

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