Formel 1
Schumacher begeistert, Vettel von Hamilton geschlagen
Der Altmeister fuhr im Mercedes im freien Training auf Rang drei. Weltmeister Vettel von Ex-Champion Hamilton ganz knapp geschlagen.
Rekordweltmeister Michael Schumacher fuhr am Freitag in Monza die drittschnellste Zeit
Foto: REUTERS
Monza. Diesmal war Sebastian Vettel nicht ganz der Schnellste. Nur etwas mehr als eine Hundertstelsekunde fehlte dem Formel-1-Weltmeister am Freitag nach insgesamt drei Stunden freiem Training zur Tagesbestzeit in Monza. Die sicherte sich schließlich der Brite Lewis Hamilton im McLaren, der beim Großen Preis von Italien am Sonntag (Start 14.00 Uhr) als Vettels härtester Rivale gehandelt wird.
Vettel war mit dem Arbeitstag zufrieden. „Auf einer Strecke, die uns eigentlich nicht so besonders gut liegen dürfte, lief es heute ganz gut. Das Auto fühlt sich gut an – bisher herrscht Zuversicht. Wir hatten von Anfang an keine Probleme“, sagte der Weltmeister.
Für die Überraschung schlechthin sorgte Michael Schumacher. Offenbar beflügelt von seiner Aufholjagd zuletzt beim Rennen in Spa raste der siebenmalige Weltmeister im Mercedes auf Platz drei. Damit ließ der 42-Jährige sogar die zuvor hoch gehandelten Ferrari-Piloten hinter sich. Felipe Massa (Brasilien) und Fernando Alonso (Spanien) kamen bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen 29 Grad Celsius zur Enttäuschung der Tifosi nicht über die Plätze vier und fünf hinaus. Schumacher war auch in der Boxengasse schnell unterwegs, zu schnell sogar. Statt der erlaubten 60 km/h wurde er mit 62 km/h „geblitzt“: 400 Euro Geldstrafe.
„Unsere Zeiten bei der Rennsimulation sahen konstant aus. Während Michael auch einen Versuch mit geringerer Benzinmenge fuhr, konzentrierte sich Nico ausschließlich auf die Rennvorbereitung“, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug gewohnt analytisch. Dennoch dürfte er sich beim Blick auf den Zeitenmonitor über Schumachers Ergebnis durchaus gefreut haben. Der Rekord-Weltmeister hatte schon beim Belgien-Grand-Prix vor knapp zwei Wochen für Schlagzeilen gesorgt, als er vom 24. und letzten Startplatz bis auf Position fünf nach vorne gefahren war.
Rosberg war wegen technischer Probleme an diesem Tag auf Rang 20 das deutsche Schlusslicht. Laut Haug musste am Mercedes des 26-Jährigen zu Beginn der zweiten Trainingssitzung am Nachmittag das KERS-System gewechselt werden. Timo Glock (Wersau), sonst immer der langsamste Deutsche, war diesmal im technisch unterlegenen Virgin zwei Plätze besser als Rosberg. Adrian Sutil (Gräfelfing) landete im Force India im Mittelfeld.
Eine gute Nachricht gab es für Vettel schon vor dem Training. Der Vertrag zwischen Red Bull und Motorenpartner Renault wurde um weitere fünf Jahre verlängert. Das neue Abkommen läuft bis 2016, also zwei Jahre länger als Vettels Engagement beim Rennstall des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz.
Die erfolgreiche Partnerschaft begann 2007 und hatte im vergangenen Jahr ihren vorläufigen Höhepunkt. Der damals 23-jährige Vettel wurde jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte, und Red Bull gewann die Konstrukteurs-WM. Derzeit spricht alles dafür, dass Red Bull den Doppel-Triumph in diesem Jahr wiederholen kann.








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