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Formel1

Formel 1

Rennen in Bahrain wegen politischer Unruhen abgesagt

Saisonauftakt der Formel 1 in Bahrain ist wegen der anhaltenden politischen Unruhen abgesagt. Königreich will sich Dialog widmen.

Am 13. März werden die Motoren in Bahrain still stehen. Wegen der Unruhen wird der Formel-1-Grand-Prix dann nicht stattfinden. Hier fährt Ferrari-Pilot Felipe Massa auf der Strecke im Golf-Staat.
Foto: dpa/DPA

Manama/Köln . Erstmals in der Geschichte der Formel 1 ist ein WM-Rennen aus politischen Gründen abgesagt worden: Wegen der blutigen Unruhen in Bahrain haben die Organisatoren den für den 13. März im Königreich vorgesehenen Saisonauftakt gestrichen. Das Rennen soll aber möglicherweise nachgeholt werden. „Der Streckenbetreiber hat heute mitgeteilt, dass das Königreich Bahrain auf eine Austragung des diesjährigen Formel-1-Grand-Prix verzichtet, sodass sich das Land dem nationalen Dialog widmen kann“, hieß es in dem Statement des Bahrain International Circuit (BIC) am Montagnachmittag.

Als neuer Termin bietet sich der November an. Die für die Zeit vom 3. bis 6. März geplanten Testfahrten in Bahrain werden dagegen definitiv nicht stattfinden. Sie werden entweder zum selben Termin in Barcelona, wo am Montag noch Testrunden gedreht wurden, oder eine Woche später in Jerez absolviert.

Norbert Haug nahm die Nachricht von der Absage mit Erleichterung auf. „Unser wichtigstes Anliegen ist es, die Sicherheit unserer Teammitglieder zu gewährleisten. Wir begrüßen und unterstützen die Entscheidung“, sagte der Motorsportdirektor von Mercedes.

Die Verantwortlichen der Formel 1 hatten sich in den vergangenen Tagen nicht zu einer Absage des Rennens durchringen können, sie spielten auf Zeit. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone reichte die Verantwortung ans Königshaus weiter.

Eine Verschiebung wäre auch für Ecclestone ein tragbarer Kompromiss. Dazu hatte der Brite am Sonntag erklärt: „Vielleicht können wir das Rennen auch auf einen späteren Zeitpunkt in der Saison verlegen.“ Der gewiefte Brite hatte zuvor bereits verkündet, der Kronprinz solle die Entscheidung über die Durchführung des Rennens fällen und sich damit gleich doppelt auf die sichere Seite begeben. Zum einen müsste das Königshaus für mögliche Schäden aufkommen, und im Falle einer Absage müsste Bahrain das Startgeld in Höhe von 35 Millionen Dollar - von denen die Hälfte an die Teams geht - dennoch bezahlen. Die beiden GP2-Rennen am vergangenen Wochenende waren bereits abgesagt worden.

Im Paddock glaubte schon am Wochenende kaum einer mehr daran, dass sich die Lage in Bahrain so deutlich verbessert, dass eine Reise bedenkenlos wäre. „Die Erfahrung bei ähnlichen Ereignissen in anderen Ländern zeigt, dass es meistens schlimmer als besser wird“, sagte Norbert Haug.

Auch Renault-Pilot Nick Heidfeld befürwortete eine Absage. „Die Bilder aus Bahrain sind schon erschreckend. Wenn es nicht sicher ist, will ich da nicht fahren“, sagte er. Weltmeister Vettel drückte sich diplomatisch aus: „Es ist ganz einfach. Wenn es gefährlich ist, werden wir nicht fahren. Wenn es nicht gefährlich ist, fahren wir.“ (sid/abendblatt.de)

 

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