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Sport

Löw setzt auf gleiche Elf - Lob für Frings

Der Störfall Kevin Kuranyi ist für Joachim Löw abgeschlossen, der Bundestrainer beschäftigt sich nur noch mit dem nächsten Drei-Punkte-Auftrag gegen...

Düsseldorf. Der Störfall Kevin Kuranyi ist für Joachim Löw abgeschlossen, der Bundestrainer beschäftigt sich nur noch mit dem nächsten Drei-Punkte-Auftrag gegen Wales. "Wir sollten zum Thema kommen, wir haben ein wichtiges Spiel", betonte der 48 Jahre alte Freiburger mit Blick auf die Partie am Mittwoch gegen die Waliser. "Da wollen wir drei Punkte", forderte Löw.

Sein Personal hatte die Signale zwei Tage nach dem 2:1 im Gruppen-Gipfel schon aufgenommen. Lukas Podolski fühlte sich von den anhaltenden Debatten um Kuranyi, der auf Schalke zeitgleich mit der DFB-Pressekonferenz seine Motivation für die Nationalmannschafts-Flucht erläuterte, sogar genervt. Es werde "immer über andere Themen" gesprochen statt über die WM-Qualifikation, monierte der Münchner. "Man darf sich jetzt nicht ausruhen. Wenn wir gegen Wales nur Unentschieden spielen oder keine Punkte holen, wäre der Sieg umsonst gewesen. Darum müssen wir nachlegen", sagte Bayern-Kollege Bastian Schweinsteiger. Gewarnt ist das Team ohnehin: "Die letzten Ergebnisse gegen Wales waren ja nicht so überragend", sagte Philipp Lahm. Zwar verlor Deutschland von 15 Spielen gegen die Insel-Kicker nur zwei, schaffte vor elf Monaten in Frankfurt jedoch nur ein schwaches 0:0.

Nach dem durchaus beeindruckenden Auftritt gegen eine offensivstarke "Sbornaja" dürfte Löw auch gegen die wesentlich defensiver erwarteten Waliser die Dortmunder Startelf wieder ins Rennen schicken. Nur in "Nuancen" werde er seine Taktik auf das Abwehr-Bollwerk des Teams von Trainer John Toshack abstimmen, verriet Löw. So bestätigte Podolski, dass im Training die EM-Variante mit dem Bayern-Angreifer auf dem linken Mittelfeld-Flügel geübt wurde. In dem Fall könnte Leverkusens Patrick Helmes erstmals in die Startelf rücken.

"Die Besetzung lasse ich noch offen", erklärte Löw und bezog dies auch auf Routinier Torsten Frings, der gegen Russland statt zu schmollen die Kollegen in der Kabine heiß machte. "Ich schätze Torsten Frings über alles", lobte Löw und verwies nicht nur auf dessen Erfahrung aus 78 Länderspielen. Er habe "unglaubliche Leidenschaft für den Fußball, Power und Einsatz. Ich weiß, dass Torsten Frings nach wie vor ein wichtiger Spieler ist".dpa

 

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