Olympia: Segeln
Polgar und Spalteholz sind qualifiziert
Hyeres/Hamburg. Die Letzten sind in diesem Fall auch die Ersten: Das Hamburger Tornado-Duo Johannes Polgar und Florian Spalteholz hat sich bei der Semaine Olympique vor Hyères (Frankreich) die letzte Olympiafahrkarte für die deutschen Segler erkämpft und damit gleichzeitig für eine Premiere gesorgt. Die beiden NRV-Sunnyboys sind die ersten Athleten des Teams Hamburg Beijing, die das Ticket für China definitiv in der Tasche haben.
"Ich bin unglaublich glücklich, denn es war so spannend und knapp", sagte Steuermann Polgar, für den im dritten Anlauf der Traum von der Olympia-Teilnahme wahr wurde. Bis zum Schlusstag der Regatta vor Hyères mussten die Norddeutschen zittern, ehe der Sieg in der nationalen Ausscheidung gegen die Überlinger Brüder Tino und Nico Mittelmeier perfekt war. "Die Mittelmeiers sind einfach geil gesegelt", meinte Polgar. Mit seinem Vorschoter Spalteholz belegte er am Ende Gesamtrang sieben, die Leichtwindexperten vom Bodensee wurden Neunte.
Auf einen Schub für die anderen Olympiakandidaten aus der Hansestadt baut nun Team-Hamburg-Manager Renko Schmidt: "Ich hoffe, dass es unseren Athleten in den anderen Sportarten eine Art Rückenwind verleiht und diese nachziehen." Neben Polgar und Spalteholz wird mit Jan-Peter Peckolt im 49er ein weiterer Hamburger bei den vor Qingdao stattfindenden Segelwettbewerben dabei sein, der allerdings nicht vom Team Hamburg gefördert wird. Gemeinsam mit seinem Bruder Hannes (Kiel) startet er für Langenargen am Bodensee.






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