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Sport

Training: Wenn am 27. April der Startschuss für das Mammutrennen fällt, ist der "Tagesthemen"-Moderator dabei

Ziel Hamburg-Marathon: Wie läuft es, Tom Buhrow?

Abendblatt-Redakteur Holger True, selbst seit mehr als 20 Jahren Marathon-Sportler, wird den TV-Mann in den nächsten Wochen bei der Vorbereitung begleiten.

Es ist leicht, Tom Buhrow zu unterschätzen. Schon weil er sich nicht so furchtbar wichtig nimmt wie viele andere, die regelmäßig vor der Kamera stehen. Statt sich medienwirksam zu inszenieren, liefert er lieber saubere Arbeit ab - und das gilt nicht nur für seinen Job als "Tagesthemen"-Moderator, sondern auch für seine läuferische Karriere, die am 27. April dieses Jahres in Hamburg ihre Fortsetzung finden soll.

Viermal hat Buhrow die 42,195 Kilometer bereits geschafft - in Paris, Köln, Washington und Chicago ist er gelaufen, eben überall dort, wo für einige Jahre sein Lebensmittelpunkt war. Nun ist die neue Wirkungsstätte dran. "Ich möchte der Stadt etwas zurückgeben", sagt er mit einem Lächeln bei einem Trainingslauf auf seiner Lieblingsstrecke an der Elbe Richtung Teufelsbrück.

Dabei ist Buhrow kein Sportfanatiker, der Trainingskilometer sammelt und sich jedes abendliche Glas Rotwein verkneift, nur um vor Sonnenaufgang bereits den ersten Lauf absolvieren zu können. Doch andererseits weiß er, dass allein eine gesunde Mischung aus Ehrgeiz und Fleiß in Kombination mit gewissenhafter Planung den gewünschten Erfolg bringt - was übrigens auch für seinen beruflichen Werdegang gilt.

"Kürzlich habe ich ein Blatt wiedergefunden, auf dem ich am Anfang meiner Berufslaufbahn genau aufgezeichnet hatte, wohin mein Weg führen soll", erzählt der 49-Jährige. Und das dort formulierte Ziel habe er inzwischen auch erreicht. Womit wir schon wieder beim Marathon wären, denn auch hier ist Tom Buhrow einem klar skizzierten Plan gefolgt: den Trainingstipps des Langstreckenläufers und "Ironman"-Triathleten Ole Petersen aus dessen Buch "Marathon. Das Vier-Stunden-Programm".

Ein Plan, der ihn nun schon viermal ins Ziel gebracht hat - allen zwischenzeitlichen Krisen zum Trotz. "In Köln stand eine Kollegin kurz vor dem Ziel an der Strecke, die regelrecht Angst bekam, als sie sah, wie ich mich hohlwangig und mit glasigem Blick über die letzten Kilometer schleppte." Aufgeben kam für Buhrow dennoch nicht infrage - große Ziele sind eben nicht immer problemlos zu erreichen. Aber mit der entsprechenden Disziplin ist eine Menge möglich.

Dreimal in der Woche läuft er derzeit, davon einmal länger, so um die zwei Stunden und meist an der Elbe. Ein Pensum, das sich noch deutlich erhöhen wird, wenn der Hamburg-Marathon näher rückt. Natürlich hat er auch mal keine Lust, in die Trainingsklamotten zu steigen oder wird kurzfristig durch Kniebeschwerden ausgebremst.

Das große Ziel, am 27. April in einer Zeit um 4 Stunden 30 Minuten die Karolinenstraße zu erreichen, verliert er dennoch nie aus den Augen. Denn bei aller rheinischen Fröhlichkeit ist eines ganz klar: Wenn Tom Buhrow sich etwas vornimmt, dann schafft er das in der Regel auch. Ob mit oder ohne Pulsmessgerät. Und dass er im Vorfeld gelegentlich unterschätzt wird, hat ihm letztlich noch nie geschadet - weder im Beruf noch auf der Marathonstrecke.

 

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