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Sport

Handball: HSV besiegt ZTR Saporischschja in der Champions League mit 38:23

Ungeschlagen unter die besten 16 Europas

Es hätte gar nicht der (hämischen bis einfallslosen) Aufforderung wie in vielen Fußballstadien bedurft, den Spielstand abzufragen, als Dimitri Torgowanow das 20. Tor für den HSV Hamburg warf.

HAMBURG. Es hätte gar nicht der (hämischen bis einfallslosen) Aufforderung wie in vielen Fußballstadien bedurft, den Spielstand abzufragen, als Dimitri Torgowanow das 20. Tor für den HSV Hamburg warf. Nach der "Zwanzig!" aus den meisten der 2685 Kehlen kam die - "Null!" Nur sieben Tore für ZTR Saporischschja zur Halbzeit in der Sporthalle zeugten davon, was auch Laien sahen: Die Leistung des ukrainischen Meisters war trotz dessen zehnter Teilnahme nicht Champions-League-reif, die des Neulings HSV schon.

Mit dem 38:23-Kantersieg schloss der deutsche Handball-Vizemeister die Gruppe E ungeschlagen ab. HSV-Trainer Martin Schwalb: "In der ersten Halbzeit war Saporischschja unserem Druck nicht gewachsen, da sind wir hohes Tempo gegangen. Vom Engagement und der Beweglichkeit her war das vor allem in der Abwehr sehr gut."

Auch als Weltmeister Torsten Jansen und Co. beim Stand von 13:4 drei Tempogegenstoßchancen vergaben, blieb dies ohne Folgen. Nur Bruno Souza zog es den Schuh aus - als er auf einem Werbeaufkleber der Post ausrutschte. Der Pole Krzysztof Lijewski traf dennoch zum 17:4.

"Wir haben den Gegner in der ersten Hälfte schlecht gemacht", lobte HSV-Sportchef Christian Fitzek. "Außer in Kiel wir haben ja bisher auch nie voll überzeugt." Im Gegensatz zum 26:26 im Bundesligaspiel gegen Lemgo war auch die Siebenmeterquote wieder hundertprozentig: der Koreaner Yoon und der Däne Lindberg verwandelten je drei Strafwürfe. Und als Per Sandström ("Wir haben viele richtige Entscheidungen getroffen"), der zwölf Würfe hielt, nach der Pause Jürgen Müller (6 Paraden) wich, feierte mit dem Junioren-Keeper ein weiterer Hamburger Premiere. WM-Torwart "Jogi" Bitter (Schleimbeutelentzündung) und Bertrand Gille (Beckenprellung) saßen auf der Tribüne, Pascal Hens und Stefan Schröder auf der Bank.

Mit allen vieren rechnet Schwalb im DHB-Pokal-Achtelfinale gegen Großwallstadt, auf das große Los hofft er in der zweiten Champions-League-Gruppenphase: "Wenn schon vier Spanier als Gruppensieger dabei sind, dann gegen den FC Barcelona", sagte Schwalb. Auf welche drei Gegner der HSV unter den besten 16 trifft, entscheidet sich morgen ab 11 Uhr in Wien. Saporischschja darf im Europacup der Pokalsieger weiterspielen. Den hat der HSV bereits Ende April gewonnen.

Statistik, Tore: HSV: Yoon 7/3 Siebenmeter, Lindberg 7/3, Ursic 6, Jurecki 4, Torgowanow 4, Lijewski 3, Jansen 2, Flohr 2, Souza 2, G. Gille 1. - ZTR: - Onufrijenko 10/1, Kriwschikow 5, Petrischko 3, Ostruschko 2, Ganschew 2, Stetsjura 1. - Zuschauer: 2685. Schiedsrichter: Krasna/Vodopive (Slowenien). Strafminuten: 4.- 6.str

 

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