SPD verspricht: Zehn Millionen für den HSB
HAMBURG. Zehn Millionen Euro jährlich für den Hamburger Sportbund (HSB), unterm Strich drei Millionen mehr als bisher, Streichung des Konsolidierungsbeitrags an die Stadt, zurzeit 800 000 Euro, im nächsten Jahr eine Million, und keine weitere Sportplatzübernahme der Vereine. Michael Naumann (65), SPD-Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl am 24. Februar 2008, hat bei einem sportpolitischen Forum der SPD-Bürgerschaftsfraktion im Kaisersaal des Rathauses die Eckpunkte künftiger sozialdemokratischer Sportpolitik in Hamburg vorgestellt. "Ich werde Sport zur Chefsache machen", sagte Naumann.
Für seine Aussagen erntete der ehemalige Staatsminister für Kultur im Kabinett von Gerhard Schröder Beifall und Skepsis. "Versprochen ist versprochen", erwiderte Naumann den Misstrauischen. Das zusätzliche Geld für den (Breiten-)Sport soll durch Umschichtungen im Haushalt frei werden. Die Zuwendungen an den Leistungssport will die SPD nicht aufstocken. Die Schließung der HSB-Sportschule in Wentorf soll nach einer Regierungsübernahme überdacht, die Instandsetzung Hamburger Sporthallen (durchschnittlicher Pflegezustand 78,2 Prozent; Investitionsbedarf zwischen zehn und 15 Millionen Euro) Schritt für Schritt angegangen werden.
Nach dem bisherigen Sportfördervertrag kassiert der HSB 6,5 Millionen Euro pro Jahr von der Stadt, hinzu kommen rund 1,5 Millionen zweckgebundene Zuschüsse. Diese Vereinbarung läuft Mitte 2009 aus. Die SPD würde sie schon im kommenden Jahr außer Kraft setzen.
Jürgen Schmidt, Vorsitzender des Sportausschusses der Bürgerschaft, forderte zudem eine bessere Nutzung der Hallenkapazitäten (26 Neubauten seit 2001), auch an Wochenenden und in den späten Abendstunden. Bedarf und Belegungen, so der SPD-Politiker, ließen sich effektiv über eine Internetplattform regeln. In Hamburg klagen vor allem neu gegründete Vereine, dass ihnen keine Hallenzeiten zur Verfügung stehen.













