Montag, 28. Mai 2012, 18:57

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Sport

Schach

Im Gespräch

Drei Dinge, schrieb der islamische Geschichtsforscher Al-Adli um 840, seien im siebten Jahrhundert in Indien geschaffen worden: "das Buch der Fabeln, Kalila und Dimna, die neun Zahlen, mit denen man bis unendlich zählen kann, und das Schachspiel". Dieses sollte in seinen Ursprüngen das indische Heer symbolisieren, das sich aus Infanterie (gleich Bauern im Schach), Kavallerie (Springern), Elefanten (Läufern) und Kampfwagen (Türme) unter dem Befehl eines Königs oder Schahs zusammensetzte. Deshalb war auch der Sanskritausdruck "Tschaturanga" (Tschatur gleich vier, anga gleich Teile) gleichbedeutend mit Heer. Die Perser übernahmen mit dem Spiel auch den Sanskritnamen, den sie in "Tschatrang" leicht abänderten. Die Araber nannten es später "Schatrandsch", die Spanier im frühen Mittelalter "Axedrez". Im Verlauf seiner Entwicklung folgte das Schach in großen Linien den Zeitströmen. Die Änderung der Gangart einiger Figuren, die Einführung der Rochade (Doppelzug mit König und Turm) wurde im 16. Jahrhundert abgeschlossen. Die Dame, anfangs nur kurzschrittig, wurde dabei zur mächtigsten Figur auf den 64 Feldern. Jeanne d'Arc, die mutige Beschützerin eines schwachen Königs, soll dabei Pate gestanden haben.rg

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus