Das große Wochenende des Jugendsports
. . . und los! Boxen und Basketball, Fußball und Skaten - jetzt gehts weiter: Kids in die Clubs
Hamburg. "Disco? - Nein, danke!" Das war in der Nacht zum Sonntag für mehr als 200 Jugendliche das Motto in der Dreifelderhalle Budapester Straße auf St. Pauli. Sie nahmen die Aktion ". . . und los!" des Abendblatts, des Abendblatt-Vereins "Kinder helfen Kindern" und der Hamburger Sportjugend (HSJ) an und hatten Spaß bis morgens um drei: mit Graffiti sprayen, Fußball, Volleyball, Basketball, Schach oder Inlinehockey spielen. Auf Musik mussten sie nicht verzichten. DJ Eric legte HipHop auf, die Band Hot Schrott trommelte vor dem Gebäude. "Das ist besser als Disco!", meinte Dmitrj Bekker begeistert.
Der 19-Jährige tobte sich mit Freunden beim Inlinehockey aus. Zu diesem Sport kam er vor fünf Jahren über Jugendbetreuer Waldemar Rohde (46). Besonders elegant behandelte Marlon Czernohous die Kugel. Für den 15-Jährigen ist das sein Sommertraining, eigentlich spielt er bei den Crocodiles Eishockey. Sein Talent hat sich bis nach Berlin rumgesprochen, er wird zu den Eisbären wechseln.
Draußen gerieten die Trommler von Hot Schrott in Schweiß. Die 11- bis 19-Jährigen schlugen auf alles ein, was auf dem Schrottplatz zu finden ist: Kanister, Gasflaschen, Töpfe, Fässer, Schilder und eine Leiter. Den Rhythmus gab Schauspieler und Musiker Christian von Richthofen (44) vor. Der Auftritt in der Sportnacht war bereits der zweite an diesem Tag. Am frühen Abend hatten sie als Vorgruppe von Stefan Gwildis im Stadtpark gespielt.
Mit der Resonanz der Veranstaltung war die HSJ zufrieden. "Wir hätten uns zwar einige Leute mehr erwünscht, aber das war ein guter Start. Schließlich heißt die Aktion . . . und los!' und nicht ,Wir sind am Ziel'", meinte Lehrreferent Björn Lengwenus.
Mit Kids in die Clubs geht es jetzt weiter: Wer Lust am Sport gefunden hat, aber kein Geld für den Vereinsbeitrag, den unterstützt die Aktion " . . . und los!" Wollen Vereine Betreuer und Trainer ausbilden, Abendblatt, HSJ und die Behörde für Soziales und Familie helfen. Das Gleiche gilt für offene Jugendangebote. Wer das Ziel hat, mehr junge Leute zum Sporttreiben zu animieren, darf mit Geldern der Initiative rechnen. Ansprechpartner ist die Hamburger Sportjugend (Tel.: 0 40/4 19 08-2 64). Sie verteilt die Mittel. Und wer wissen will, was, wann, wo im Hamburger Sport läuft, der sollte einfach die Hotline des Hamburger Sportbundes (HSB) wählen: 0 40/4 19 08-111.






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