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Sport

Der Kampf um die Startplätze

Leverkusen. Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch in Frankfurt das Flugzeug Richtung japanisches WM-Quartier "Sheraton Phoenix Golf Resort" besteigt, beginnt die letzte Phase der WM-Vorbereitung. Noch acht Trainingstage stehen an bis zum ersten Gruppenspiel am 1. Juni in Sapporo gegen Saudi-Arabien. Erst kurz zuvor dürfte sich Teamchef Rudi Völler festlegen, wie er einige Positionen besetzt. Ursprünglich war Oliver Neuville im Sturm gesetzt, doch nach seinem Gala-Auftritt gegen Österreich mit den drei erzielten Toren darf sich Miroslav Klose berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Startformation neben Carsten Jancker, der gegenüber Oliver Bierhoff derzeit vorne liegt, machen. Ebenfalls überzeugen konnte Torsten Frings, der auf der rechten Außenbahn zum Einsatz kommen könnte, sollte Marko Rehmer nach seiner zehnwöchigen Verletzungspause nicht rechtzeitig fit werden. Auf der linken Seite kommt Christian Ziege nur langsam in Form, und Marco Bode zeigte nicht nur mit seinen zwei Toren gegen das Alpenland, dass er eine echte Alternative wäre. Wenig überzeugen konnten bisher Christoph Metzelder, der an beiden Gegentoren der Österreicher beteiligt war, und Jörg Heinrich. Auch Jens Jeremies ist von seiner Topform, vor allem was das Aufbauspiel betrifft, noch einiges entfernt. Und auch Sebastian Kehl, den Rudi Völler trotz der vielen Ausfälle nicht als Alternative in der Abwehr sieht, kam bisher nicht über den Status "solide" hinaus. Keine Sorgen um ihren Stammplatz machen müssen sich im Moment nur Torwart Oliver Kahn sowie Thomas Linke, Carsten Ramelow, Bernd Schneider und Michael Ballack. In jedem Fall liegt noch viel Arbeit vor Völler und Bundestrainer Michael Skibbe, vor allem was die Defensivarbeit betrifft, wie das Österreich-Spiel zeigte: "Diese Dinge dürfen bei der WM nicht passieren. Da wird es schwierig, ein Spiel zu kippen", sagte Völler. Und noch eines ist evident: Nach den Ausfällen von Sebastian Deisler, Jens Nowotny, Christian Wörns, Mehmet Scholl und Alexander Zickler darf nicht mehr viel passieren - und dabei hat die WM-Endrunde noch nicht einmal begonnen. So könnte Deutschland zum Auftakt gegen Saudi-Arabien spielen: Kahn - Rehmer, Linke, Ramelow, Ziege - Schneider, Jeremies, Hamann, Ballack - Jancker, Klose.lx

 

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