Canal-Cup: Deutschland-Achter besiegt die USA
Rendsburg. Der Deutschland-Achter hat erfolgreich Revanche für die Niederlage bei den Weltmeisterschaften genommen. Das Flaggschiff des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) bezwang beim Langstreckenrennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal die Achter der USA, Großbritanniens und der Niederlande. Die Gastgeber, die die erstmals im Jahr 2000 ausgetragene längste Regatta der Welt über 12,7 km von Breiholz nach Rendsburg nun schon zum dritten Mal gewannen, nahmen eine Siegprämie von 10 000 Euro in Empfang. Bei der WM Ende August in Mailand hatte der Achter als Sechster hinter Vizeweltmeister USA und dem WM-Dritten Großbritannien enttäuscht. Vor 150 000 Zuschauer beim Canal-Cup zeigten die Athleten im DRV-Paradeboot, dass sie die WM-Pleite gut verdaut haben. Für den Marathon benötigte der deutsche Achter eine Zeit von 37:48,03 Minuten. Die zweitplatzierten Amerikaner erreichten das Ziel unter der gewaltigen Eisenbahnhochbrücke, dem Wahrzeichen Rendsburgs, 48 Sekunden später. "Die Jungs haben gezeigt, dass sie das Rudern nicht verlernt haben. Die WM ist vergessen, und wir können die Olympia-Saison mit neuem Schwung angehen", lobte Bundestrainer Dieter Grahn seine Schützlinge. Zwar erwischten die Amerikaner den besseren Start, doch die deutsche Crew arbeitete sich dank ihrer guten körperlichen Verfassung Meter für Meter an den Konkurrenten heran. Nach rund 17 Minuten überholte das neu formierte Team um Steuermann Peter Thiede den Vizeweltmeister und gewann mit deutlichem Vorsprung. "Die Taktik war genau richtig. Die Amerikaner haben sich ausgetobt, und dann haben wir uns herangepirscht", so Grahn. Der Zweikampf hielt die begeisterten Zuschauer an der Strecke in Atem. Dagegen fielen die Konkurrenten Großbritannien und Niederlande frühzeitig weit zurück und hatten mit der Entscheidung nichts mehr zu tun. Mit der 12,7-km-Distanz ist das Rennen um den Canal-Cup fast doppelt so lang wie die weltberühmte Regatta zwischen den englischen Universitäts-Teams aus Oxford und Cambridge. Die übliche Strecke bei internationalen Titelkämpfen beträgt lediglich 2000 m.














