Protestwelle gegen DFB/DFL
Kreisligaklubs drohen mit Streik
Fußball-Amateurvereine sehen sich als große Verlierer der geplanten früheren Anstoßzeiten in der Bundesliga am Sonntag. Sie wollen sich gegen dieses Projekt auflehnen: Streik am ersten Spieltag.
Foto: DDP
Gelsenkirchen. Der Protest der Amateurklubs gegen das frühe Bundesligaspiel am Sonntag um 15.30 Uhr ab der kommenden Saison nimmt konkrete Formen an. Im Fußballkreis Gelsenkirchen, Gladbeck, Kirchhellen gibt es erste Pläne, zum ersten Spieltag der Kreisliga A im Jahr 2009 nicht anzutreten.
Vertreter von mehr als 20 Amateurklubs hatten sich zu einem ersten Meinungsaustausch getroffen, um über die Auswirkungen der ab der Spielzeit 2009/10 geltenden Salami-Spieltage in der Bundesliga auf die zur gleichen Zeit stattfinden Spiele in den unteren Klassen zu diskutieren. Dabei waren sich die Klubvertreter grundsätzlich darüber einig, dass durch das frühe Sonntagsspiel der Zuschauerschwund bei den Amateurspielen weiter zunimmt.
Am 9. Februar wollen die Vereine anlässlich des Staffeltages des Fußballkreises 12 in Essen damit drohen, am ersten Spieltag der Kreisliga A im Jahr 2009 (1. März) nicht anzutreten, um damit ein deutliches Zeichen zu setzen.
Mittlerweile habe man auch Kontakt zu Vereins-Offziellen anderer Fußballkreise im Westen aufgenommen, die sich möglicherweise den Protesten anschließen. Deswegen wurde sogar vorgeschlagen, alle Amateur-Vereine zwischen Duisburg und Dortmund mit ins Boot zu holen.
Bei dem Treffen im Gelsenkirchener Sportzentrum Schürenkamp wurde zudem über weitere Maßnahmen diskutiert, die ergriffen werden könnten, um Druck auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) auszuüben. Ein Vorschlag sieht zum Beispiel vor, einen Teil der Verbandsabgaben einzubehalten, ein anderer, Ehrenämter niederzulegen. Auch über eine Demonstration denken die Fußballer nach, wie das Internetportal Der Westen sowie mehrere Zeitungen übereinstimmend berichten.







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