Trauriger Mahdavikia freut sich auf HSV-Fans
Er ist einfach zu höflich, zu bescheiden, um zu jammern. "Frankfurt ist schon schön", quält sich Mehdi Mahdavikia, seiner neuen Heimat Positives...
Frankfurt/Hamburg. Er ist einfach zu höflich, zu bescheiden, um zu jammern. "Frankfurt ist schon schön", quält sich Mehdi Mahdavikia, seiner neuen Heimat Positives abzugewinnen. Dabei wollte er eigentlich nicht an den Main. "Der HSV wollte mich ja leider nicht mehr", sagt der einstige Publikumsliebling vor seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte mit Eintracht Frankfurt. "Das war nach acht schönen Jahren schon hart. Aber ich habe es akzeptiert, und heute ist das kein Problem mehr für mich. Aber wenn du kein Stammspieler bist, ist es in jeder neuen Stadt für einen Fußballer schwer, sie zu genießen. Man fühlt sich einfach nicht so dazugehörig."
Auf fünf Einsätze mit insgesamt nur 209 Einsatzminuten brachte es der Perser in dieser Hinrunde.
Ob er am Sonnabend (15.30 Uhr, Nordbank-Arena) mal wieder in der Frankfurter Startelf steht? "Ich habe gut trainiert", so seine zögerliche, wenig Hoffnung versprühende Antwort.
Der Wechsel im Sommer 2007 war für den schnellen Außenstürmer der vermeintlich letzte Auftritt, der öffentlich großes Interesse weckte. Danach folgte der schleichende Abstieg. "Ich hatte 2007 eine vernünftige Hinrunde und anschließend Rückenprobleme, von denen ich mich nicht mehr erholt habe. Diese Saison begann mit Knieproblemen. Aber jetzt bin ich gut drauf. Mit dem Spiel gegen den HSV könnte das Jahr positiv enden", so Mahdavikia, "vielleicht geht es danach bergauf."
Wie schon beim HSV. Kurt Jara hatte den dribbelstarken Iraner Anfang 2002/2003 zu den Amateuren verbannt, erst am siebten Spieltag begnadigt. "Aber an Hamburg überwiegen die schönen Erinnerungen", so Mahdavikia, der selbst ein vorzeitiges Karriereende nicht mehr ausschließt. Bis 2010 steht er in Frankfurt zwar noch unter Vertrag. "Aber ich klammere nicht", so der Iraner, "wenn es nicht mehr funktionieren sollte, könnte ich auch vorzeitig in meine Heimat."
Dort wird er noch immer wie ein Volksheld verehrt - ein Gefühl, dass er nach eigener Aussage zuletzt beim HSV hatte. "Die Fans waren genial", so der einstige Hamburger Publikumsliebling, "mal sehen, wie sie mich jetzt empfangen." Vielleicht ja zum letzten Mal.







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