Sportplatz Hamburg
Gevor fühlt sich fit für seine zweite Titelchance
Boxen In Helsinki ist es nasskalt, auf den Straßen türmt sich der Schnee, und Tageslicht gibt es nur zwischen zehn und 15 Uhr. Aber Khoren Gevor, Mittelgewichts-Boxprofi aus dem Hamburger Universum-Stall, ist glücklicherweise nicht zum Urlaubmachen in die finnische Hauptstadt gereist. Der 29 Jahre alte Armenier, der im August 2007 eine schlimme K.-o.-Niederlage gegen IBF-Weltmeister Arthur Abraham erlitten hatte, möchte sich morgen in der Hartwall Areena den Traum von einem großen Titel erfüllen. Gegen Lokalmatador Amin Asikainen (32) kämpft der Schützling von Fritz Sdunek um den vakanten EM-Titel, den der Greifswalder Sebastian Sylvester vor seinem WM-Duell mit Felix Sturm niedergelegt hatte. "Ich freue mich sehr auf diese Chance. Es wird harte Arbeit, aber ich glaube an den Sieg", sagt Gevor, der sich mit einem ganzheitlichen Stoffwechselprogramm körperlich in Topform gebracht hat. Durch regelmäßige Gabe eines homöopathischen Komplexmittels konnte Gevor seinen Blutzuckerspiegel stabilisieren und so die nötige Gewichtsreduktion hin zum Kampfgewicht von 72,5 kg trotz der Aufnahme von kohlehydratreichen Nahrungsmitteln problemlos erreichen. "Khoren ist topfit. Er ist bereit für zwölf Runden", sagt Sdunek, der aber auf einen K.-o.-Sieg hingearbeitet hat, "weil es schwierig sein wird, Asikainen in seiner Heimat nach Punkten zu besiegen".
Radsport Am Sonntag sollten sich Freunde des Crossrennens um 14.30 Uhr am Hummelsee in Hummelsbüttel einfinden. Für den 7. Lauf der Stevens-Cross-Cup-Serie haben immerhin Hamburger Asse wie Robert Karrasch (RG Hamburg) gemeldet. Vor dem Männer-Eliterennen starten um 12 Uhr auch Schüler, Jugendliche, Senioren und Frauen.
Volleyball Was könnte den Niedergang des Hamburger Männer-Volleyballs besser beschreiben? Am Sonnabend (17 Uhr) wird Trainer Bernd Schlesinger mit dem Oststeinbeker SV beim punktgleichen Tabellenzweiten 1. VC Norderstedt an alter Wirkungsstätte in der Moorbekhalle antreten - zum Spitzenspiel der dritten Liga! Die Oststeinbeker hatte Schlesinger zweimal in die Erstklassigkeit geführt, dann kam vergangene Saison das wirtschaftliche Aus. 1995 war für den heute 49-Jährigen als Erstligacoach in Norderstedt Schluss gewesen, weil ebenfalls das Geld fehlte. Respekt bekundet sein heutiger Norderstedter Trainerkollege Ulli Lampe: "Bernd ist ein Vorbild." Für den Hamburger, der davon geträumt hatte, "ein Team in meiner Heimatstadt dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren", wohl nur ein kleiner Trost.
Wasserball Hochklassigen Wasserball gibt es am Wochenende im Dulsbergbad zu bestaunen. Die Männer des SV Poseidon freilich werden gegen den deutschen Vizemeister ASC Duisburg (Sa., 18.30 Uhr) und den SV Würzburg 05 (So., 11.30 Uhr) über die Statistenrolle kaum hinauskommen. "Das sind übermächtige Gegner", ahnt Trainer Lutz Müller. Er will im Hinblick auf die bevorstehende Abstiegsrunde die Gelegenheit nutzen und alle Spieler ins kalte Bundesligawasser werfen. Immerhin: Mit vier Pluspunkten, die selbst Müller "nicht erwartet" hatte, sind die Hamburger gewappnet. In den Heimspielen gegen die sieglosen Aegir Uerdingen (6. Dezember) und Brambauer (13.) soll dann der Klassenerhalt gesichert werden.






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