Plog Schirmherr von "Fanräume e.V."
"Wenn man Schirmherr werden soll, weiß man, dass ein gewisses Alter erreicht ist", sagt Jobst Plog und lacht. Zugesagt hat der 67-Jährige dennoch...
Foto: dpa
Hamburg. "Wenn man Schirmherr werden soll, weiß man, dass ein gewisses Alter erreicht ist", sagt Jobst Plog und lacht. Zugesagt hat der 67-Jährige dennoch und begleitet das Projekt "Fanräume e.V." beim FC St. Pauli ab sofort in offizieller Funktion.
Die bundesweit einzigartige Initiative, die auf eine Idee des ehemaligen Fanbeauftragten Heiko Schlesselmann zurückgeht, will im Zuge des Neubaus der Gegengerade am Millerntor auf 482 Quadratmetern Räumlichkeiten für Fans und Stadtteilbewohner errichten. So sollen der Fanladen St. Pauli und die Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM) im Südteil der Gegengerade Büros erhalten, darüber hinaus Platz für eine Bibliothek, andere Abteilungen des Klubs und Stadtteilinitiativen geschaffen werden. Die Kosten von 400 000 Euro trägt zu einem Viertel die AFM, der Restbetrag soll in den nächsten vier Jahren durch Spenden und Benefizveranstaltungen akquiriert werden.
Plog, der ausschließt, nach der Schirmherrschaft ein Vereinsamt zu übernehmen, soll dabei als Türöffner zur Wirtschaft fungieren. "Das Projekt ist einfach fördernswert", sagt der ehemalige NDR-Intendant, "bei St. Pauli sind es die Fans, die mit ihrer Buntheit, Toleranz, aber auch Wehrhaftigkeit den Unterschied zu anderen Klubs ausmachen." Illusionen gibt er sich allerdings nicht hin: "Wir werden viel Fantasie benötigen, um die Summe von 300 000 Euro zu erreichen."
Der aktuelle Förderstand wird auf der Internetseite www.fanraeume.de mit 39 772,96 Euro angegeben, ein Anfang ist gemacht. Damit Fanräume nicht Fanträume bleiben.







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