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Sport

Olympia: Begeisterter Empfang für Hamburger Teilnehmer in Fuhlsbüttel - Experten ziehen Bilanz

"Das muss man einfach genießen"

Mehrere Hundert Hockeyfans feierten ihre Goldjungs am Flughafen. Dann ging die Party weiter.

Hamburg. An seine eigene Ankunft am Hamburger Flughafen kann sich Christian "Büdi" Blunck nicht mehr so recht erinnern. 1992 hatte die Hamburger Hockeylegende Gold von den Olympischen Spielen in Barcelona mit nach Hause gebracht. So ein Spektakel wie gestern bei der Rückkehr der fünf neuen Krummstockhelden aus der Hansestadt, da ist sich Blunck sicher, sei es jedoch nicht gewesen. Mehrere Hundert Fans, Freunde und Verwandte bereiteten den Peking-Siegern Sebastian Biederlack, Moritz Fürste, Tobias Hauke, Carlos Nevado und Philip Witte in Fuhlsbüttel einen begeisterten, schwarz-rot-goldenen Empfang.

Erster Jubel brandete schon auf, als die Hockeyspieler noch gar nicht gelandet waren. Mit Gewichtheber Matthias Steiner betrat einer der größten Olympiahelden die Ankunftshalle, später folgten die erfolgreichen Triathleten Jan Frodeno und Daniel Unger - allesamt auf dem Weg zu einer Ehrung der "Sport-Bild" (S. 13). Kurz darauf tauchten die Hamburger Hockeyjungs aus Frankfurt kommend an den Kofferbändern auf, top gestylt im offiziellen Mannschaftsoutfit, das wertvolle, teilweise durch Stürze in den Pool beanspruchte Edelmetall um den Hals und mit tiefen olympischen Feier-Ringen unter den Augen.

So sehen Sieger aus - wenn sie seit ihrem Triumph nur wenig Schlaf gefunden haben. "Ich habe auf dem Flug zwei Stunden geschlafen. Das war's", erklärte UHC-Star Moritz Fürste und verkündete, trotzdem weiter Gas geben zu wollen: "Es ist alles so vergänglich, das muss man jetzt einfach genießen."

Nahezu wissenschaftliche Erkenntnisse brachte Alsters Sebastian Biederlack aus Peking mit: "Es ist erstaunlich, wie viel Alkohol ein Mensch bei Hitze vertragen kann." Trotz anhaltender Feierlaune freue er sich nun auf ein paar Tage Urlaub mit seiner Freundin Martina Heinlein. Wie die drei weiteren Hamburger Hockeynationalspielerinnen, Kristina Reynolds, Janne Müller-Wieland und Julia Müller, hatte Heinlein im gleichen Flieger gesessen und versucht, die Enttäuschung über den eigenen vierten Platz und die Freude mit den Jungs unter einen Hut zu bringen.

Während mit den Seglern Johannes Polgar, Florian Spalteholz und Jan-Peter Peckolt sowie den Ruderern Berit Carow, Maren Derlien und Bastian Seibt im Laufe des Abends noch weitere Hamburger Olympioniken in Fuhlsbüttel einschwebten, waren die Hockeyhelden schon wieder auf dem Weg zur nächsten Party - in ihren Klubs. Wie angekündigt ließ Blunck seinen HTHC-Schützling Tobias Hauke sogar auf einem Schimmel die Barmbeker Straße entlang tragen. Das hatte es trotz großen Bahnhofs im HTHC nach Barcelona auch nicht gegeben.

Filmberichte von den Olympischen Spielen

 

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