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Sport

Das Team Hamburg erhält ein Gesicht

Sie sind die besten Athleten der Stadt, sie fliegen im August zu den Olympischen Sommerspielen nach Peking - doch mit ihren Namen verbinden die meisten kein Gesicht.

Hamburg. Sie sind die besten Athleten der Stadt, sie fliegen im August zu den Olympischen Sommerspielen nach Peking - doch mit ihren Namen verbinden die meisten kein Gesicht. In einer großen Plakataktion macht das Team Hamburg/Beijing jetzt seine Sportler bekannt. Die Leichtgewichtsruderin Berit Carow (27) von der RG Hansa ist die Erste. Die Gesamtweltcup-Siegerin im Doppelzweier lächelt, in ihrem Boot sitzend, von einem vorübergehend leerstehenden Bürogebäude am Boltenhof an der Mattentwiete 8, direkt gegenüber der HafenCity. Das Poster ist 225 Quadratmeter groß. Die Kosten übernahm das Logistikunternehmen Buss, einer der zehn Sponsoren des Teams.

"Wir wollen durch Megaposter wie dieses im Stadtbild Präsenz zeigen, auf unsere Spitzensportler aufmerksam machen und allen mitteilen, dass Hamburger Athleten in China um Medaillen kämpfen werden", sagt Britta Herrschaft, die Geschäftsführerin des Teams. Nicht alle - wahrscheinlich - 22 Hamburger Olympiafahrer sollen dabei in Überlebensgröße aufgehängt werden, alle aber zumindest in Porträts an Litfaßsäulen. Noch werden Geldgeber gesucht. Motto der Kampagne für die Unternehmen: "Wir sind dabei."

Das Team Hamburg/Beijing unterstützt seit dem 1. Januar 2007 insgesamt 48 Sportler. 32 von ihnen hatten Chancen, sich für Olympia zu qualifizieren. Für alle wurden im ersten Jahr rund 180 000 Euro Fördermittel (bis zu 400 Euro im Monat pro Athlet) aufgewandt, in diesem werden es 230 000 Euro sein. Die Geldgeber sind die Stadt, die Stiftung Leistungssport und der Hamburger Sportbund (HSB) mit jährlich jeweils 50 000 Euro, dazu kommen die Beträge aus der Wirtschaft. Premiumpartner zahlen 10 000 Euro, Partner die Hälfte. "Diese Unterstützung hilft uns, dass wir uns in den entscheidenden Phasen der Olympiavorbereitung voll auf unseren Sport konzentrieren können", sagt Berit Carow. Die neuen finanziellen Möglichkeiten durch das Team Hamburg hatten sie vor anderthalb Jahren bewogen, ihre Karriere fortzusetzen.

Renko Schmidt, Geschäftsführer der Buss Group, ist der Manager des Teams. Bisher ist es ein Erfolgsmodell. In der nächsten Olympiade, den vier Jahren bis zu den Spielen in London, möchte er die Förderung intensivieren. Aus der Wirtschaft vernimmt er Interesse. Schmidt: "Bei der sportpolitischen Schlechtwetterlage in der Stadt hatte ich mehr Probleme erwartet, Unternehmen für den nächsten Olympiazyklus zu gewinnen. Bisher gab es nur Zusagen." Im November muss entschieden werden, wie es mit dem Team Hamburg bis 2012 weitergeht. Ein Vorteil bei den anstehenden Diskussionen: Die meisten Spitzensportler sollten bis dahin in der Stadt bekannt sein.rg

 

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