U-18-Story: Tim bekommt vom Basketball nicht genug
Hamburg. Zwei Schritte Anlauf, dann springt Tim hoch und versenkt den Ball im Korb. Ohne Anstrengung wiederholt er das zehn Mal nacheinander. "Schon mit 13 habe ich meinen ersten Dunk geschafft", erzählt Tim Parohl und lacht etwas verlegen. Die Sprungkraft rührt noch von seiner Leichtathletikzeit in Kindertagen. Mittlerweile ist Tim 16, misst 1,99 Meter und ist mit Abstand der jüngste Spieler des U-19-Teams des Bramfelder SV. Die Mannschaft trainiert für das erste Spiel des Play-off-Viertelfinales in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) am Sonntag in Bonn. Außerdem gehört Tim zum Kader der Nationalmannschaft seiner Altersklasse, derzeit als einziger Bramfelder. Und muss sich dort unterordnen. Von der Athletik kann er mit den älteren mithalten, doch ihm fehlt die Erfahrung.
"Ich bin eher Verteidiger, nicht der Spielmacher", erzählt Tim. Für ihn ist das kein Problem. Ohnehin ist Tim eher zurückhaltend. Auf dem Platz allerdings ist das anders. "Ich ärgere mich schon sehr über meine Fehler", erzählt er. Tim schreit zwar auch dann nicht, sondern haut den Ball mit voller Wucht auf den Boden. "Ich bin sehr ehrgeizig", sagt er. Er weiß, er wäre noch besser, wenn er während des Spiels so ruhig agiert wie neben dem Platz. Er arbeitet daran.
In der zehnten Klasse des Johannes-Brahms-Gymnasiums muss er bei einem Notenschnitt von 1,7 nicht soviel ackern. Er bevorzugt Fächer wie Physik und Mathe. Später will er vielleicht mal Ingenieur werden. Von Profi-Basketball spricht er nicht. "Ich will die wenigste Zeit in meinem Leben mit Basketball verbringen", sagt Tim. Momentan sieht das aber anders aus. Hausaufgaben macht er mehr in den Pausen als zu Hause. Für Freunde bleibt wenig Zeit. Nur selten findet er ein paar Minuten, um am PC Basketball zu spielen. "Weil man davon ja noch nicht genug hat", sagt er und lacht.






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