Lijewski biss sich durch, Lindberg stand bereit
ROTENBURG A. D. FULDA. Der Bluff war gelungen. Hans Lindberg im rechten Rückraum? Völlig ausgeschlossen, konterte Martin Schwalb am vergangenen Mittwoch beinahe entrüstet. Allenfalls Bruno Souza käme für diese Position als Ersatzmann infrage, sollte es denn notwendig sein.
Am Sonnabend wäre der Ernstfall beinahe eingetreten. Krzysztof Lijewski, ohnehin nur die Zweitbesetzung hinter dem bei der Nationalmannschaft weilenden Südkoreaner Kyung-Shin Yoon, klagte über Schmerzen im rechten Knie. Diagnose: Quetschung des Innenmeniskus. Doch der Pole biss sich durch. Bei vier Würfen war er immerhin zweimal erfolgreich, zweimal unterliefen ihm Ballverluste. "Er hat seine Sache gut gemacht", lobte Schwalb seinen Linkshänder. "Man hat aber gesehen, dass er angeschlagen war."
Für den Notfall stand, siehe da, Rechtsaußen Lindberg bereit. Womit auch erklärt wäre, warum Schwalb den in der Vorbereitung so starken Dänen nicht von Beginn an aufbot: "Ich wollte seine Kräfte für einen eventuellen Einsatz im Rückraum schonen."
Bis dahin hatten viele noch an einen taktischen Geniestreich des Trainers geglaubt. Denn Nationalspieler Stefan Schröder war es, der mit drei Toren in den ersten dreieinhalb Minuten den HSV Richtung Sieg warf. "Die neue Konkurrenzsituation auf Rechtsaußen hat Schrödi offenbar beflügelt", mutmaßte Geschäftsführer Peter Krebs. Der Weltmeister sah es gelassen: "Bei dem Programm werden Hans und ich noch genug Spielzeit bekommen."







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