Mr. Schachmaschine
Menschlich gesehen
Am Anfang zitterten sogar seine Hände. Schließlich sitze er nicht jeden Tag einem Weltmeister aus Fleisch und Blut gegenüber, erklärte Mathias F e i s t seine Nervosität während der Auftaktpartie des mit einer Million Dollar dotierten Schachkampfes "Mensch gegen Maschine" in Manama, der Hauptstadt Bahrains. Der 41-Jährige ist einer der drei geistigen Väter des Schachprogramms "Deep Fritz 7" der Hamburger Softwarefirma ChessBase, das in seiner seit 1991 siebten Version als anerkannt bestes der Welt gilt und dem Champion Wladimir Kramnik gehöriges Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Die erste Partie jedenfalls endete remis, ohne dass der Russe den Hauch einer Siegchance hatte. Vor 15 Jahren kam Mathias Feist nach Hamburg, als ChessBase-Gründer Matthias Wüllenweber per Aushang an der Uni Bonn einen Informatiker für seine Projekte suchte. Als starker Amateur im Nah- und Fernschach erfüllte er das Anforderungsprofil optimal. Heute lebt der leidenschaftliche Hobbykoch (Grünkohl mit Pinkel) und Genießer vor Hamburgs Toren in Tostedt, liest Science-Fiktion-Romane, sammelt teure Cognacs, lauscht klassischer Musik und geht gern ins Kino. Bevorzugt: Actionfilme. Den Fernseher daheim hat er entsorgt: "Heute machen nur noch Dumme für Dumme das Programm." Da schreibt er lieber selbst welche - mit großem Erfolg. Siehe Fritz.







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