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Sport

Formel 1 des Radsports startet in Stellingen

Sportplatz Hamburg

An diesem Rekord dürfte sich die deutsche Leichtathletik noch lange die Zähne ausbeißen - und er ist über jeden Dopingverdacht erhaben. Zum 50. Mal hat Hans Kühn (77) vom SC Victoria das DLV-Sportabzeichen in Gold abgelegt - eine einmalige Leistung. Schon als das Abzeichen 1955 gestiftet wurde, konnte es sich Hamburgs damaliger Zehnkampfmeister erstmals anheften. Seither hat der Maschinenbauingenieur kaum ein Jahr ausgelassen - und nebenbei 42 Deutsche Sportabzeichen in Gold gesammelt. Aktuell stehen 1,76 m im Standweitsprung, 9,7 Sekunden über 50 m und 8,33 m mit der Vierkilokugel zu Buche. Leistungen wie diese sind für Kühn, ehrenamtlich auch als Sportabzeichenprüfer engagiert, gewissermaßen Ehrensache: "Was man anderen abverlangt, sollte man auch selbst hinkriegen." Ein- bis zweimal pro Woche hält er sich mit Gymnastik, Radfahren oder Laufen in Schuß, nach Möglichkeit zusammen mit Ehefrau Helga (72), die selbst 37 Mehrkampfabzeichen ihr eigen nennt. Für mehr Training reicht die Zeit nicht: Derzeit forscht er erfolgreich an einer Unterwasser-Kraftstation.

Nur eine von 30 Kühn-Erfindungen, die zu rund 130 deutschen und internationalen Patenten führten. Auch das ist allemal rekordverdächtig.

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Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking und 2012 in London hat Hamburgs hoffnungsvollstes Ruder-Duett Fokke Beckmann (20) und Mathis Jessen (19) von der Ruder-Gesellschaft Hansa erstklassige Unterstützung erhalten. Am Dienstag taufte Olympiastützpunkt-Chefin Ingrid Unkelbach am Klubsteg an der Schönen Aussicht einen nagelneuen Zweier auf den Namen "comm-X". "Dieses Boot soll unsere beiden Nachwuchsathleten beflügeln", so Unkelbach. Mit ihr freuten sich die Spender des Boots, das Ehepaar Carin und Heinz Kuhse sowie Jens Beckmann, gemeinsam Inhaber der Firma Copy-Druck. "Der Enthusiasmus und der Teamgeist von Fokke und Mathis haben uns beeindruckt", begründete Carin Kuhse das Engagement. Sebastian Franke, 1. Vorsitzender der RG Hansa, dankte den Spendern: "Nach Potsdam haben wir die meisten Auswahlruderer, was uns vor Materialprobleme stellt. So ein hochwertiges Boot ist für unsere Toptalente enorm wichtig." Der 27 kg schwere, 14 000 Euro teure Zweier aus Karbon-Kevlar von der Bootswerft Empacher aus Eberbach ist elf Meter lang und 38 cm breit. Am Wochenende wollen Beckmann und Jessen aber erst mal mit Richard Nagel (22, U-23-Weltmeister im Vierer mit) und Andreas Clausen (22, U-23-WM-Fünfter im Zweier) vom Hamburger und Germania RC in Essen deutscher Meister im Vierer ohne werden. Um dann bei der U-23-WM vom 20. bis 23. Juli im belgischen Hazewinkel auch die deutschen Farben vertreten zu können.

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Am Sonnabend gehört die Rennbahn Stellingen 40 Liegeradfahrern aus Deutschland und den Niederlanden, die sich beim zweiten Lauf zum deutschen Liegerad-Cup messen. "Hohes Tempo und die außergewöhnlichen Räder sind sehenswert für Sportbegeisterte und Technikfreaks", verspricht Nils Schmidt, Fachwart von "Easy Speed"-Veranstalter RV Germania. Die Fahrer sitzen dabei nur 20 bis 30 cm über dem Boden und sind sozusagen die Formel 1 des Radsports. "Geschwindigkeitsrekorde mit Muskelkraft werden immer wieder auf Liegerädern gefahren", so Schmidt. Zu sehen sind in Stellingen front- und heckgetriebene Liegeräder mit und ohne aerodynamische Verkleidungen. "Und ein Liegeradtandem, bei dem die Radler Rücken an Rücken sitzen", wirbt Volker Quast, Vorsitzender des RV Germania, der als erster deutscher Verein eine Liegeradsparte gründete. Wer es selbst erleben möchte: Die Firma Toxy stellt eine breite Auswahl von bequemen Alltagsliegern bis zu extratiefen Flitzern aus und lädt zur Probefahrt ein.

 

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