Adler starten zum Höhenflug
Skispringen: Weltcup-Auftakt in Finnland. Michael Uhrmann landet in Finnland auf Platz drei.
Kuusamo. Nach seinem Höhenflug auf das Podest von Kuusamo stieß Michael Uhrmann im Mannschaftshotel "Rantasipi" mit seinen Kollegen auf den glänzenden Saisonstart der deutschen Skispringer in den Olympia-Winter an. Innerhalb von drei Stunden hatte der Rastbücheler bei der dritten Doppelveranstaltung in der Weltcup-Geschichte nach Iron Mountain 1996 und Vikersund 1998 mit den Plätzen vier und drei den gelungenen Auftritt der DSV-Adler gekrönt und seinen Anspruch auf einen festen Platz in der Weltspitze untermauert. "Das war ein super Auftakt für mich. Darauf haben wir ein paar Bier getrunken", sagte Uhrmann.
Den ersten Saisonsieg im auf einen Durchgang verkürzten Nachholspringen vom Freitag sicherte sich Jakub Janda (Tschechien) mit einem Satz auf 140,5 Meter. Im direkt darauf folgenden Wettbewerb setzte sich Robert Kranjec (Slowenien) mit Sprüngen von 144,5 und 135 Metern durch. Weltcup-Titelverteidiger Janne Ahonen (Finnland) wurde jeweils Zweiter. Uhrmann landete bei 137,5 sowie 136,5 und 137 Metern und stellte anschließend fest: "Meine Sprünge waren nicht einmal fehlerfrei, das gibt zusätzlich Selbstvertrauen. Im Vorjahr mußte ich optimal springen, um überhaupt aufs Podest zu kommen. Ich will mich dauerhaft vorne einrichten, dann springt irgendwann auch ein Sieg heraus."
Bundestrainer Peter Rohwein traut dem Mannschafts-Olympiasieger zu, die Weltspitze in dieser Saison aufzumischen. "Ich gehe davon aus, daß er konstant in diesem Bereich springen kann", prophezeite Rohwein einen anhaltenden Höhenflug Uhrmanns. Neben dem Bayern buchten in Kuusamo auch Georg Späth (Oberstdorf) als 14. und 12. sowie Martin Schmitt als 15. und 14. schon zum Saisonbeginn die Tickets für die Olympischen Winterspiele in Turin.
Vor allem Schmitt fielen Zentnerlasten von der Seele. Im Vorjahr war der viermalige Weltmeister aus Furtwangen am selben Ort kläglich gescheitert und kurz darauf aus dem Weltcup genommen worden. Entsprechend groß war die Freude über den gelungenen Auftritt. "Ich bin sehr zufrieden, denn der schlechte Start vom Vorjahr spukte noch durch meinen Hinterkopf. Es macht wieder richtig Spaß. Bei mir stimmt die Richtung, und mit etwas mehr Lockerheit kann ich noch ein paar Meter drauflegen", frohlockte Schmitt nach Sprüngen auf 127, 129 und 133 Meter.
Auch Rohwein nahm die Leistungssteigerung des 27 Jahre alten Routiniers erfreut zur Kenntnis. "Martin ist körperlich in einer besseren Verfassung. Die psychische Belastung steckt aber immer noch drin. Solche Ergebnisse helfen ihm natürlich."







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