Wrestling will gesellschaftsfähig werden
Sportplatz Hamburg
Die Sportstadt Hamburg ist um eine Attraktion reicher: Im Mai 2005 wurde die "Global & German Wrestling Organisation" gegründet. Ziel von Initiator Michael Uhlig ist es, Wrestling in gesellschaftsfähiger Form zu präsentieren und in der Sportart zu Europas Verband Nummer eins zu werden. "Wir grenzen uns ab von Hardcore-Matches mit vorbestimmtem Verlierer wie in den USA. Bei uns stehen harte, faire Kämpfe und gute Show drumherum im Mittelpunkt", sagt Uhlig. Beweisen will er dies am 2. Oktober, wenn in der Sporthalle Wandsbek acht Topkämpfer aus acht Nationen zur GWO-EM antreten. Unter ihnen wird als Vertreter Deutschlands der Hamburger Europameister Karsten Kretschmer sein.
Weil Uhlig nicht nur guten Sport bieten, sondern auch Gutes tun will, wird unter dem Motto "Der gute Zweck" von jeder verkauften Eintrittskarte - der Vorverkauf beginnt spätestens nächste Woche -, ein Euro für Bedürftige abgezweigt. Da noch nicht klar ist, an wen die Spende geht, bittet Uhlig um Vorschläge von Abendblatt-Lesern. Infos dazu und zur Veranstaltung gibt es im Internet unter www.gwo-wrestling.com
* Daß Hamburg für sein Ziel, als Sportstadt anerkannt zu werden, hart arbeiten muß, weiß Jürgen Schmidt, Vorsitzender des Sportausschusses der Bürgerschaft. Er ist mit der Lobbyarbeit von Bürgermeister Ole von Beust in Sachen Olympiabewerbung weiterhin unzufrieden. "Er hat nicht erkannt, daß man außerhalb Hamburgs präsent sein muß", sagte der SPD-Politiker. Besser mache es Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Der trommelte bei der derzeit laufenden Leichtathletik-WM in Helsinki für seine Stadt. Schmidt: "Von Beust war nicht mal bei den World Games in Duisburg."
* Den Ausflug in seine Heimatstadt Berlin hat Max von Garnier (34) teuer bezahlt. Nach der 26:29-Niederlage bei den Adlern erlebt das Gründungsmitglied der Hamburg Blue Devils den Rest der German Football League nur noch von der Seitenlinie - ein angerissenes Syndesmoseband und eine Knochenabsplitterung im Knöchel zwingen den Paßempfänger zu sechs bis acht Wochen Pause. Wieder im Kampf dabei ist nach seiner Wechselsperre Ex-Blue-Devil Jeffrey Amaning, der am Sonnabend (17.30 Uhr, Evendi-Arena) im Spitzenspiel seine Premiere für die Braunschweig Lions gibt. Er war im Mai mit Defense-Line-Coach Bernhard Rozic verbal aneinandergeraten und daraufhin von US-Headcoach Joe Roman kurzerhand suspendiert worden.
* Für zwei Boxweltmeister aus dem Hamburger Universum-Stall stehen die Termine für ihre nächsten Titelverteidigungen fest. Der ukrainische Bantamgewichtler Wladimir Sidorenko (WBA) kämpft am 15. Oktober in Tokio gegen den Japaner Manabu Fukushima, der ungarische Halbschwergewichtler Zsolt Erdei verteidigt seinen WBO-Titel eine Woche später höchstwahrscheinlich in seiner Heimat gegen den Franzosen Mehdi Sahnoune. Beide Kämpfe waren wegen Verletzung (Sidorenko) sowie Krankheit (Erdei) verschoben worden. Erdei hofft, die komplette Vorbereitung mit seinem Trainer Fritz Sdunek bestreiten zu können, der noch immer nicht weiß, wann er in die USA reisen muß, um Vitali Klitschko auf dessen für Ende November geplanten WM-Kampf gegen Hasim Rahman vorzubereiten. "Zur Not muß Zsolt mit nach Los Angeles", so Sdunek.
* Daß ihn Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters für das Hamburg Masters am Wochenende auf der UHC-Anlage am Wesselblek nominiert hat, kam für Philip Witte schon etwas überraschend. "Ich habe doch kürzlich in Irland gerade meine ersten beiden Auswahleinsätze im Perspektivkader gehabt", erklärte der 21 Jahre alte Angreifer vom Großflottbeker THGC. Nun soll er beim Auftaktspiel des Vierländerturniers am Freitag (16.30 Uhr) gegen Pakistan bereits sein Debüt in der A-Auswahl geben. Dennoch bleibt der Maschinenbaustudent an der TU in Harburg gelassen. An die EM in Leipzig vom 28. August bis 4. September verschwende er keinen Gedanken. "Das käme doch viel zu früh. Mein großes Ziel ist die WM im nächsten Jahr in Mönchengladbach", so Witte.
* Bereits zum fünften Mal werden an diesem und am kommenden Wochenende vier Hochhäuser der SAGA GWG zu Schauplätzen des Wettbewerbs "Treppenstürmer". Die erste Bewährungsprobe lockt am Sonnabend (Anmeldung 14, Start 15 Uhr) nach Altona-Nord in die Eckernförder Straße 2-3. "Auf dem Weg ins Ziel müssen 16 Stockwerke und 268 Treppenstufen gemeistert werden", so Pressesprecher Mario Spitzmüller. Die weiteren Termine: Sonntag (Ladenbeker Furtweg 252/Bergedorf-West), 20. 8. (Finnmarkring 10/Meiendorf) und 21. 8. (Hallerstraße 1/Harvestehude; kostenlose Anmeldung jeweils 14, Start 15 Uhr). Tips für das richtige Warm-up erteilt vor Ort Christian "Büdi" Blunck, Hamburgs Hockey-Olympiasieger von 1992.






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