18.07.05

Australian Football im Stadtpark

Hamburg. Die Spuren des vorangegangenen Kampfes im Stadtpark wurden umgehend beseitigt. Als letztes bauten die Männer in den rot-weißen und lilafarbenen Trikots die Abflußrohre, die eben noch noch als Torstangen herhalten mußten, ab. Dann gruppierten sie sich um einen Kasten Bier - und die illustre Männergruppe war durch nichts mehr von normalen Parkbesuchern zu unterscheiden.

Die Rede ist von den Hamburg Dockers und den Düsseldorf Lions, die sich zuvor ein mit aller Härte geführtes Match in der Australian Football League Germany (AFLG) geliefert hatten. Die 24 gestandenen Kerle hatten sich am Sonnabend 80 Minuten lang ein ledernes Ei zugekickt und zugefaustet, sich dabei umgestoßen und umgerissen. Am Ende hatten die Lions (Tabellenletzter der AFLG) es öfter geschafft, den Ball entweder ins Haupttor (Goal, sechs Punkte) oder ins Nebentor (Behind, ein Punkt) zu schießen: Sie gewannen mit 49:37.

Australian Football, auch Footy genannt, ist ein australischer Nationalsport, der Down under bis zu 100 000 Zuschauer in die Stadien der Profiliga lockt. Fabian Cordts (20) hatte Footy während eines Schüleraustausches kennengelernt und vor zwei Jahren die Dockers gegründet. "Anfangs waren wir nur zu viert. Dann haben wir ein paar in Hamburg lebende Australier rekrutiert und schon ging's los", erzählt er. Sogar ein australischer Profi war dabei, der aber auch nicht verhindern konnte, daß die Hamburger in den ersten beiden Spielzeiten nicht eine Partie gewinnen konnten.

In dieser Saison läuft es für die Hamburger besser, sogar der Titelgewinn ist möglich. Ihre Spiele finden trotzdem fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, meist kommen nur ein paar Freunde, ab und zu bleiben ein paar Spaziergänger stehen. Doch diese Außenseiterposition schweißt die fünf Teams aus Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und München zusammen. Nach den Spielen wird gemeinsam gefeiert, die Gastmannschaft kommt über Nacht bei den Spielern des Heimteams unter.

Daß es beim Australian Football nicht immer ganz schmerzfrei abläuft, stört die Spieler indes nicht. Am Wochenende traf es Docker-Spieler David Paine. Nachdem ihn ein gegnerisches Knie am Kiefer erwischt hatte, mußte er ins Krankenhaus: Seine Zähne wackelten bedrohlich. Sein Teamkollege Philipp Mayr (28) läßt sich davon nicht abschrecken: "So etwas passiert sehr selten. Viel wichtiger ist doch, daß wir Spaß haben, viel herumkommen und einen geilen, schnellen Sport ausüben können."

Damit das auch in Zukunft so bleibt, sind die Dockers weiter auf der Suche nach robusten und mutigen Mitstreitern. Kontaktinfos unter: www.hamburg-dockers.de.

hpss
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