Das friedliche Fest der kleinen Kämpfer
Es war ein laut-leises und sehr friedliches Festival des Kampfsports in der Sporthalle der HT 16 am Sievekingdamm. Während im Hintergrund entspannende Klänge aus den Lautsprechern vibrierten, rief Taekwon-Do-Trainerin Alida Tuli ihrer gut 15 Kämpfer starken Jugendgruppe präzise Kommandos zu, die lautstark mit der entsprechenden Übung quittiert wurden.
Die Vorführung gefiel so gut, dass sich später etliche Kinder wie die sechsjährige Laiva in die Übungsgruppe einreihten, mit Fuß und Hand selbst die ersten Schläge auf die Handpolster versuchten. "Einige haben nachher gefragt, wo sie später mitmachen können", erzählt die 26-jährige Trainerin, die sich sichtlich über die Resonanz freute.
Ob sich für alle der acht in der Sporthalle der HT 16 vertretenen Kampfsport-Disziplinen die Teilnahme am Festival in steigenden Mitgliederzahlen niederschlägt, wird die Zukunft zeigen.
Die Vorführungen der rund 70 Aktiven belegten: Für jeden Interessenten wäre etwas dabei. Ob es nun die zielgerichteteren Kämpfer des Karate oder Taekwon-Do, bei denen schon mal spektakulär ein paar Holzscheiben nach einer Fußattacke brechen, die erdigen Boxer, die lieber ein paar HipHop-Klänge gehabt hätten, das eher meditative Hapkido, die artistischen Judoka, das chinesische Wushu des Hollywoodstars Jet Li oder konzentriert-abwehrbereite Aikido-Kämpfer waren. Einen Hauch von Show brachte die Ju-Jutsu-Gruppe der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) in die Halle. Die 15 Kämpfer im Alter zwischen sechs und 18 Jahren waren in Dortmund am Freitag Europameister geworden, zeigten nun Teile ihrer mitreißenden Vorstellung.
"Gut 5000 Kinder machen in Hamburg regelmäßig Kampfsport", schätzt Stefan Karrasch, der Vorsitzende der Hamburger Sportjugend, der gekonnt durchs Programm führte und selbst Hapkido betreibt. Mit den 70 neugierigen Zuschauern war er auch zufrieden: "Das war ein sehr guter Anfang", so seine Einschätzung.







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