Prominente Hilfe unterm Korb
Hamburg. Sergej Barbarez, Stefan Wächter, Pascal Hens - können diese Sportgrößen den Basketballclub Hamburg Tigers schlagen? Eine Antwort auf diese Frage wird die zweite WSD Basket Bowl geben: Das Benefizturnier mit Fuß- und Handballern des HSV, Footballern der Blue Devils und Prominenten wie Ex-Basketballer Lotto King Karl und Dragqueen Olivia Jones findet am 9. Mai (16 Uhr) in der Sporthalle Wandsbek statt.
Die Erlöse der Veranstaltung fließen direkt in das Steilshooper Abakus-Projekt für sozial benachteiligte Jugendliche. "Im vergangenen Jahr hatten wir mit 1200 Zuschauern bereits einen großen Erfolg - den wir in diesem Jahr gerne noch steigern würden", sagt Abakus-Sprecher Jens Stümpel. So konnte dem Projekt durch die Basket Bowl 2003 ein Erlös von 5000 Euro zufließen - zusätzliche Einnahmen, ohne die Abakus nicht existieren könnte. "Die öffentliche Förderung reicht für uns lange nicht mehr aus", sagt Abakus-Geschäftsführer Jörg Bernhard. Die 1999 gegründete GmbH bildet benachteiligte Jugendliche zu Malern und Tischlern aus.
Die Freude auf das Turnier ist auch auf Seiten der Sportler groß. "Für uns ist es eine große Ehre, dabei zu sein", erzählt Blue-Devils-Spieler Marico Gregersen (27). "Ich selber bin in Steilshoop zur Schule gegangen und weiß, dass es ein Stadtteil mit sozialen Brennpunkten ist. Umso wichtiger sind Projekte wie Abakus." Auch acht Jugendliche aus Steilshoop und Umgebung werden am 9. Mai im Team der All Stars spielen - für sie findet am 24. April im Bildungszentrum Steilshoop (Gropiusring 43, 13.30 Uhr) ein Auswahltraining statt.
Betreut wird das zusammengewürfelte Team von der Hamburger Basketball-Legende Pat Elzie. "Kids brauchen Freizeitangebote, sie brauchen unsere Unterstützung", erklärt der 43 Jahre alte Deutschamerikaner sein Engagement in diesem Projekt. "Und Basketball hat so viel Einfluss auf junge Leute - wenn sie zusammenhalten, gewinnen sie. Basketball spiegelt das Leben wider", so der Ex-Profi.
Für Jason Herzberg aus Hamburg ist der WSD Basket Bowl ein ganz besonderes Event: Als er die zwölfte Klasse seines Gymnasiums nicht packte, absolvierte er im Abakus-Büro für sieben Monate ein berufsvorbereitendes Praktikum. "Ich hatte keine Ahnung, was ich machen sollte, war völlig orientiertungslos", erzählt der 21-Jährige. Dank Abakus kann er nun auf einen Ausbildungsplatz zum 1. August 2004 hoffen.






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