Biathlon
Olympiasieger Rösch startet nicht mehr für Deutschland
Der 29-Jährige will in Zukunft für eine andere Nation an den Start gehen. Als Begründung nennt Rösch die sportliche Perspektive.
Berlin/Hamburg. Biathlon-Olympiasieger Michael Rösch wird künftig nicht mehr für Deutschland an den Start gehen. Wie Rösch am Dienstag auf seiner Homepage mitteilte, habe der Deutsche Skiverband (DSV) dem 29-Jährigen nach mehreren Gesprächen die Freigabe erteilt, für eine andere Nation aufzulaufen. Für welches Land Rösch in der kommenden Wintersaison an den Start gehen wird, steht aber noch nicht fest. "Ich habe in den letzten Jahren vom Skiverband viel Unterstützung erfahren und bin dafür sehr dankbar. Mein einziger Beweggrund für diese Entscheidung ist meine sportliche Perspektive", sagte Rösch zu seiner Entscheidung.
"Die Idee, eine neue Nation zu suchen, hat mich sehr gereizt und hat bereits sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Ich will im kommenden Winter unbedingt wieder im Weltcup und bei den Weltmeisterschaften starten", sagte Rösch.
"Mit Ablauf der Saison habe ich mir viele Gedanken über meine sportliche Zukunft gemacht", erklärte Rösch, der 2006 in Turin mit der Staffel Gold gewonnen hatte. Eine endgültige Entscheidung, für welches Land der gebürtige Sachse starten wird, steht nach Auskunft von Rösch noch aus.
"Natürlich bedauern wir die Entscheidung von Michael Rösch", sagte Bundestrainer Uwe Müßiggang: "Aber wir akzeptieren auch, wenn er nun einen neuen Weg wählt." Bei den deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in seinem Heimatort will Rösch aber für den SSV Altenberg an den Start gehen.
Mit Material von dapd und sid
















