US Open
Azarenka nach Dreisatzkrimi gegen Scharapova im Finale
Die Weltranglisten-Erste Victoria Azarenka steht als erste Finalistin der US Open fest. Die Weißrussin schlug Maria Scharapova 3:6, 6:2, 6:4.
New York. Die topgesetzte Victoria Azarenka hat das Finale der US Open erreicht und greift am Sonnabend in New York nach ihrem zweiten Grand-Slam-Titel. Die Australian-Open-Sieger aus Weißrussland besiegte im Halbfinale Maria Scharapova (Russland/Nr. 3) mit 3:6, 6:2, 6:4. "Ich habe gekämpft bis zum Ende und wusste, dass es eng wird. Ich bin sehr aufgeregt", sagte Azarenka.
Nach 2:42 Stunden verwandelte die 23-jährige im Arthur-Ashe-Stadium ihren zweiten Matchball und steht erstmals im Endspiel von Flushing Meadows.
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Dort trifft die Nummer eins der Welt am Sonnabend entweder auf Wimbledonsiegerin Serena Williams (USA/Nr. 4) oder Paris-Finalistin Sara Errani (Italien/Nr. 10), die im Achtelfinale die Kielerin Angelique Kerber ausgeschaltet hatte. Die Siegerin kassiert ein Preisgeld von 1,9 Million Dollar.
Für Paris-Siegerin Scharapova platzte indes der Traum vom zweiten US-Open-Titel nach 2006. Zudem verpasste die 25-Jährige die Revanche für die bittere Pleite bei den Australian Open im Januar. Damals hatte Scharapowa bei der Final-Niederlage gegen Azarenka nur drei Spiele geholt.
Den hohen Erwartungen wurde das Duell zwischen Scharapowa und Azarenka, das in Australien wegen der Stöhnerei der Beiden als Finale des akustischen Wahnsinns bezeichnet wurde, erst nach dem ersten Satz gerecht. Besonders die Weltranglistenerste enttäuschte im Auftaktdurchgang und lag schnell mit 1:5 zurück. Bezeichnend, dass sie Scharapova die Breaks jeweils mit Doppelfehlern schenkte.
Nach 40 Minuten verwandelte die Russin ihren ersten Satzball mit ihrem dritten Ass. Danach steigerte sich Azarenka und glich aus. Die Entscheidung fiel, als "Vika" ihrer Gegnerin in Durchgang drei den Aufschlag zum Matchgewinn abnahm und danach fröhlich tanzte.
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Azarenka war bereits als leichte Favoritin in das Vorschlussrunden-Duell gegangen. Die 23-Jährige, die das Jahr mit einer imposanten Serie von 26 Siegen begonnen hatte, war 2012 in bis dato 33 Hartplatzspielen nur zweimal bezwungen worden. Scharapova indes musste im Achtel- und Viertelfinale schon ihre ganzen Kämpferqualitäten in die Waagschale werfen, bis die Dreisatzsiege gegen Landsfrau Nadia Petrowa beziehungsweise Marion Bartoli (Frankreich) unter Dach und Fach gebracht waren.
Bei den Männern stehen sich am "Super Sonnabend" Titelverteidiger Novak Djokovic (Serbien/2) und David Ferrer (Spanien/4) sowie Olympiasieger Andy Murray (Großbritannien/3) und Tomas Berdych (Tschechien/6) gegenüber, der am Mittwoch überraschend den topgesetzten Roger Federer aus der Schweiz ausgeschaltet hatte.
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Topfavorit Djokovic indes gewann seinen ersten richtigen Härtetest im Viertelfinale - aber sein Kontrahent Juan Martin del Potro war der wahre Sieger der Herzen. Als das Aus des Argentiniers gegen Djokovic fast schon besiegelt war, suchte sich der einstige New-York-Gewinner del Potro einfach seine eigene Bühne. Nach einem grandiosen Rückhandpassierschlag sprang der 1,98-m-Hüne auf die Bande am Rande des Courts, riss die Arme in den New Yorker Nachthimmel und ließ sich von den 23.733 Zuschauern wie ein Rockstar nach der Zugabe feiern.
Genützt hat es nichts. Wenig später verwandelte der an diesem lauen Sommerabend eiskalt agierende Djokovic seinen ersten Matchball zum 6:2, 7:6 (7:3), 6:4. Del Potro glaubt, dass Djokovic auf dem Weg zur Titelverteidigung nicht zu stoppen sein wird: "Novak ist der Favorit. Er spielt fantastisch und ist physisch sehr stark", sagte der "Tower von Tandil".
Djokovic nächster Gegner Ferrer hatte zuvor in einer hochspannenden Partie über 4:31 Stunden den Stuttgart-Gewinner Janko Tipsarevic (Serbien/Nr. 8) mit 6:3, 6:7 (5:7), 2:6, 6:3, 7:6 (7:4) niedergerungen.

















