Boxen
Letzte Chance für Boxprofi Arthur Abraham
Der Ex-Weltmeister muss Robert Stieglitz schlagen, um seine Karriere zu retten
Berlin. Siegen oder fliegen - für Arthur Abraham gibt es nichts dazwischen. Der einstmals gefeierte K.-o.-König muss am heutigen Sonnabend (22.30 Uhr/ARD) in der Berliner O2 World unbedingt den Magdeburger Robert Stieglitz, WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht, von dessen Thron stürzen, um eine sportliche Zukunft zu haben. "Der Druck, der auf mir lastet, ist riesig. Damit muss ich umgehen. Ich werde einen großen Sieg für mich und meine Fans einfahren", versprach der Schützling von Trainer Ulli Wegner.
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Versprechen zu halten war in der Vergangenheit nicht immer eine Stärke des gebürtigen Armeniers, Trainingsfleiß ebenfalls nicht, und verbale Zurückhaltung schon gar nicht. Dies ist nach eigenem Bekunden jedoch anders geworden. "Wir haben sehr gut trainiert und lassen keine großen Sprüche los. Wir werden im Ring zeigen, was wir können", sagte der 32 Jahre alte ehemalige IBF-Weltmeister im Mittelgewicht.
Abrahams Karriere hat nach seinem Aufstieg ins Supermittelgewicht im Herbst 2009 einen großen Knick bekommen. Vier Siegen stehen drei verheerende Niederlagen gegenüber, die dem Puncher unter den Boxern fast alles von seinem einstigen Glanz genommen haben. Vor allem Abrahams technische Grenzen sind in der neuen Gewichtsklasse deutlich zum Vorschein gekommen. Daran hat er mit Wegner gearbeitet. Aber ob das reicht?
Die Gegenseite gibt sich zuversichtlich. "Wir werden den besten Robert aller Zeiten sehen", kündigte dessen Trainer Dirk Dzemski an. Der 31 Jahre alte Stieglitz, der den WBO-WM-Gürtel immerhin schon drei Jahre hält, wird sportlich immer wieder unterschätzt und hat deutschlandweit noch keinen großen Namen. Das kann sich mit einem Sieg über Abraham schlagartig ändern. "Diese Möglichkeit werde ich mir nicht entgehen lassen", sagte er.
















