16.08.12Fussball-Nationalmannschaft
Hummels kann auf Pokaleinsatz am Sonnabend hoffen
Der Dortmunder Verteidiger musste im Länderspiel gegen Argentinien früh ausgewechselt werden. Nun gaben die Ärzte eine genaue Diagnose ab.
Foto: dapd
Innenverteidiger Mats Hummels erlitt im Länderspiel gegen Argentinien eine Halswirbel-Verrenkung
Frankfurt/Main. Abwehrspieler Mats Hummels hat sich im Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Argentinien (1:3) eine Schädelprellung und eine Zerrung der Halswirbelsäule zugezogen. Das ergab die Untersuchung von Dr. Markus Braun, Mannschaftsarzt von Hummels' Arbeitgeber Borussia Dortmund, am Donnerstagvormittag.
+++ Löw: "Das Ergebnis ist schlechter als das,
was wir gespielt haben" +++
Aus medizinischer Sicht sei ein Einsatz des Innenverteidigers am Samstag im Erstrundenspiel im DFB-Pokal am Sonnabend in Bremen gegen die Amateure des FC Oberneuland jedoch "durchaus möglich", teilte der deutsche Meister in einer Presseerklärung mit.
Hummels hatte sich die Blessur bei einem Kopfballduell mit Argentiniens Gonzalo Higuain (15.) zugezogen und musste rund zehn Minuten später wegen Schwindelgefühlen ausgewechselt werden. Vorsichtshalber hatte Hummels die Nacht in Frankfurt/Main verbracht und war erst am Donnerstag zurück nach Dortmund gereist. (sid)
Ron-Robert Zieler: Für den Vertreter von Manuel Neuer war das zweite Länderspiel ein kurzes Vergnügen. Zuvor kaum geprüft, wurde der Torhüter von Hannover 96 nach einer halben Stunde wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen.
Jerome Boateng: Der Münchner rückte nach dem Ausscheiden von Mats Hummels von der rechten Außenbahn ins Abwehrzentrum. Auf beiden Positionen wirkte Boateng zu oft zögerlich und fahrig im Zweikampf.
Mats Hummels (bis 25.): Nach einem Zusammenprall mit Gonzalo Higuain musste der Dortmunder bereits in der 25. Minute mit einer leichten Halswirbelverrenkung vom Feld. Zuvor hatte er in seinen Abwehraktionen nicht immer souverän gewirkt.
Holger Badstuber: Der 23-Jährige agierte nicht immer souverän, aber ein wenig sicherer als seine defensiven Nebenleute. Am Spielaufbau beteiligte er sich aber nur selten.
Marcel Schmelzer: Der Dortmunder ersetzte Kapitän Philipp Lahm, der am Mittwochnachmittag erstmals Vater geworden war, auf der linken defensiven Außenbahn. Nach vorn hatte der 24-Jährige einige gute Aktionen, hinten war er nicht immer stabil.
Lars Bender (bis 74.): Der Leverkusener engte den Aktionsradius von Weltfußballer Lionel Messi nur phasenweise gekonnt ein. Im Spiel nach vorn setzte der zweite Sechser neben Sami Khedira kaum Akzente. Beim 0:2 kam er gegen Messi zu spät.
Sami Khedira (bis 69.): In Abwesenheit von Bastian Schweinsteiger versuchte der 25-Jährige, das Kommando im Mittelfeld zu übernehmen. Zuweilen gelang dies dem Profi von Real Madrid ansprechend - allerdings hatte er beim Eigentor Pech.
Thomas Müller (bis 32.): Der 22-Jährige trat bis zu seiner frühen Auswechslung kaum in Erscheinung. Bundestrainer Joachim Löw nahm den Münchner nach Zielers Platzverweis vom Feld und brachte Torhüter Marc-Andre ter Stegen ins Spiel.
Mesut Özil (bis 69.): Der Regisseur war nur selten Dreh- und Angelpunkt des deutschen Spiels. Der Stratege von Real Madrid ließ sein Können zwar hin und wieder aufblitzen, ist aber noch ein Stück von seiner Topform entfernt.
Marco Reus: Der Flügelspieler, der vor dem Anpfiff als "Fußballer des Jahres" ausgezeichnet wurde, war bester deutscher Spieler und meldete Ansprüche auf einen Stammplatz an. Mit einem Pfostenschuss (49.) sorgte der Dortmunder auch für die beste Chance seines Teams.
Miroslav Klose (bis 62.): Der 34-Jährige führte die DFB-Elf in seinem 122. Länderspiel als Kapitän aufs Feld und war mehr Vorbereiter als Torjäger. Klose leitete einige Angriffe gefährlich ein, kam selbst aber kaum gefährlich zum Zuge.
Benedikt Höwedes (ab 25.): Der Schalker kam für Hummels und übernahm die rechte Abwehrseite. Nachdrücklich für einen Stammplatz empfehlen konnte sich der 24-Jährige aufgrund einiger Nachlässigkeiten und Schwächen im Stellungsspiel aber nicht – trotz seines ersten Länderspieltores.
Marc-Andre ter Stegen (ab 32.): Der 20-Jährige feierte in seinem zweiten Länderspiel einen Traumeinstand. Kaum zehn Sekunden auf dem Feld hielt der Mönchengladbacher Messis Elfmeter. Bei den Gegentoren schien er machtlos.
Andre Schürrle (ab 62.): Der Leverkusener sorgte nach seiner Hereinnahme für frischen Wind in Deutschlands Offensive und zeigte guten Zug zum Tor.
Toni Kroos (ab 69.): Der Münchener konnte dem Spiel keine Wendung mehr geben.
Ilkay Gündogan (ab 69.): Der 21 Jahre alte Dortmunder sammelte in seinem dritten Länderspiel weitere internationale Erfahrung.
Mario Götze (ab 74.): Der Dortmunder muss sich seiner Verletzung und der Reservistenrolle bei der EM langsam wieder an die Stammelf heranarbeiten. Seine Vorlage zum 1:3 war ein guter Anfang.