nach Tätlichkeit am Schiedsrichter
Luisao droht Sperre und Strafe wegen Körperverletzung
Im Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Benfica Lissabon verpasste Luisao dem Schiedsrichter einen Bodycheck. Nun wurde er angezeigt.
Düsseldorf/Lissabon. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat nach Eingang der Strafanzeige die Ermittlungen gegen Fußball-"Rambo" Luisao vom portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon aufgenommen. Dies bestätigte Staatsanwalt Christoph Kumpa. Schiedsrichter Christian Fischer (Hemer) hatte Anzeige gegen den Brasilianer, der ihn am Samstag im Testspiel bei Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf brutal umgestoßen hatte, erstattet. Der Eklat geschah beim Stande von 0:0 in der 39. Minute. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen.
"Es wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Spieler Luisao wegen Körperverletzung eingeleitet", sagte Kumpa. Die Tat sei vor 25.000 Zuschauern zum Nachteil des Unparteiischen passiert, somit liege auch ein öffentliches Interesse vor. Fischer hatte die Begegnung nach dem Vorkommnis abgebrochen.
Luisao hat nun die Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Dazu wird voraussichtlich ein Rechtshilfeersuchen an die portugiesische Staatsanwaltschaft bzw. die Polizei gestellt. Möglich ist auch, dass der Südamerikaner einen Befragungsbogen mit seiner Stellungnahme ausfüllen muss. Die Vernehmung bzw. das Einholen der Stellungnahme des 31-jährigen Luisao kann sich mehrere Wochen hinziehen.
+++ Spielabbruch nach Tätlichkeit an Schiedsrichter +++
Der Brasilianer hatte die Szene in Düsseldorf in ersten Kommentaren heruntergespielt. "Der Schiedsrichter legt ein Verhalten an den Tag, das man nur bedauern kann", hatte der Brasilianer gesagt. Der Referee hatte eine Gehirnerschütterung bei dem Vorfall erlitten und daraufhin Anzeige erstattet.
Sollte Luisao schuldig befunden werden, könnte ihm im schlimmsten Fall sogar eine Gefängnisstrafe drohen.
Mit Material von dpa
















