Hamburger Markus Deibler krault die Sprintstaffel auf Platz sechs
London. Die deutsche Freistilstaffel der Männer ist über 4 x 100 Meter auf Platz sechs geschwommen. Benjamin Starke, Markus Deibler, Christoph Fildebrandt und Marco Di Carli schlugen nach 3:13,52 Minuten an. Damit blieb das Quartett nur eine Hundertstelsekunde über ihrem deutschen Rekord aus dem Vorlauf am Vormittag. Olympiasieger wurde Europameister Frankreich in 3:09,93 Minuten vor den US-Amerikanern, die mit ihren Topstars Ryan Lochte und Michael Phelps nach 3:10,38 ins Ziel kamen. Bronze ging an Russland in 3:11,41 Minuten. Nach dem letzten Wechsel hatte Lochte eine Körperlänge vor dem Franzosen Yannick Agnel gelegen, der ihm aber dann Meter für Meter abnahm und am Ende mit einer Länge Vorsprung triumphierte. Vor vier Jahren hatte die USA knapp vor Frankreich gewonnen.
Freude herrschte auch bei den Deutschen. Nach dem Vorlauf hatte Markus Deibler getwittert: "Das war unglaublich hart. Chillen und noch mal hacken ist jetzt angesagt". Mit der Leistung im Finale, seinem ersten olympischen, war der Hamburger dann auch zufrieden. "Wir haben wieder alles gegeben, waren alle am Anschlag. Bei dieser Konkurrenz ist Platz sechs ein absolut respektables Ergebnis."
Deibler, der zweimal eine hervorragende Zeit gekrault war, hatte sich in beiden Rennen voll verausgabt und war noch Minuten später nicht ansprechbar. "Das ist bei ihm normal", beruhigte seine Heimtrainerin Petra Wolfram. "Ich freue mich über seine Form." Am Mittwoch startet Markus Deibler über 200 Meter Lagen. Ex-Bundestrainer Dirk Lange traut ihm das Finale am Donnerstag zu: "Ich mag Sportler, die an ihre Grenzen gehen. Markus ist so einer. Er hat das Talent und den Willen."
Bei den acht Schwimmentscheidungen des Wochenendes wurden drei Weltrekorde aufgestellt. Neben der Chinesin Ye Shiwen über 400 Meter Lagen (siehe Artikel unten) schafften das auch die US-Amerikanerin Dana Vollmer über 100 Meter Schmetterling (55,98 Sekunden) und der von Lange betreute Südafrikaner Cameron van der Burgh über 100 Meter Brust (58,46).













