Offizielle Vorstellung
Dutt: "Ich freue mich auf den Job als Sportdirektor"
Der DFB stellte um 12 Uhr auf einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main den Ex-Leverkusen-Coach Robin Dutt als neuen Sportdirektor vor.
Fazit: Der neue Sportdirektor beim DFB heißt nun auch offiziell Robin Dutt. Kein Zufall ist es sicherlich, dass er sich sehr gut mit der Spiel-Philosophie des Bundestrainers Joachim Löw identifizieren kann. Man darf gespannt sein, wie Dutt seinen neuen Posten als DF0B-Sportdirektor ausüben wird. Im Gegensatz zur Zeit mit Matthias Sammer als Sportdirektor setzt der DFB nun auf jemanden, der in allen Bereichen einen gemeinsamen Weg mit dem Bundestrainer einschlagen will. Das wurde während der Pressekonferenz deutlich.
+++ 12.23 Uhr: Sandrock zu Dutts Alternativen: "Wir haben mit einem kleinen Kreis von potenziellen Kandidaten gesprochen." +++
+++ 12.23 Uhr: Dutt über das Mitsingen der Nationalhymne: "Ich finde es sehr interessant, dass wir dieses Thema thematisieren. In der A-Mannschaft wird das Thema aber vielleicht zu spät thematisiert. Wir müssen anfangen schon mit den 15- bis 16-Jährigen darüber zu sprechen. Letzten Endes kann man aber keinen dazu zwingen, aber es sollte zumindest thematisiert werden." +++
+++ 12.19 Uhr: Dutt kündigt Gespräch mit Sammer an: "Ich hatte bisher noch keine Gelegenheit mit Matthias Sammer zu sprechen. Sammer genießt einen ausgezeichneten Ruf beim DFB. Dass wir uns nochmal ausgiebig austauschen werden, ist selbstverständlich. Ich freue mich schon auf das Gespräch mit ihm." +++
+++ 12.17 Uhr: Dutt zu seinen Zielen beim DFB: "Meine Aufgabe kann nur sein, die gute Arbeit von Matthias Sammer fortzuführen. Dazu muss ich die Arbeit aber erstmal kennenlernen. Ich muss jetzt keine neuen Konzepte durchbringen, sondern erstmal sehen wie die aktuellen Konzepte aussehen und wie man sie weiterentwickeln und verbessern kann." +++
+++ 12.16 Uhr: Niersbach bestätigt Reibungen mit Sammer: "Ich kann bestätigen, dass es Reibungen gegeben hat (lacht). Ich habe immer wieder betont, der Matthias ist positiv nervig. Er hat einfach so viel Power in diesen Job reingebracht, der uns nach vorn gebracht hat. Keiner vom DFB wird über ihn ein negatives Wort verlieren. Es ist überhaupt kein Nachteil, wenn jetzt ein neuer Sportdirektor kommt, der mit seiner Philosophie eng beim Bundestrainer liegt. Mit dieser Personalie Robin Dutt haben wir letztlich wieder einen Schritt nach vorne gemacht, um einheitlich etwas aufzubauen, sodass jeder U16-Spieler weiß, wie er später in der A-Nationalmannschaft zu spielen hat. Das, was uns andere Länder immer voraushatten, nämlich mit einem Spielsystem in allen U-Mannschaften zu spielen, ist auch unser Ziel beim DFB. +++
+++ 12.12 Uhr: Dutt über die Parallelen zu Löw: "Auf jeden Fall, gibt es diese Parallelen wie der Fußball am Ende aussehen soll und welche Philosophien dazu beitragen. Ich freue mich, mit ihm und seinen Kollegen zusammenzuarbeiten. Es ist eine super Basis da." +++
+++ 12.11 Uhr: Dutt: "Es ist schon etwas Besonderes hier sitzen zu dürfen. Als Helmut Sandrock mich anrief, habe ich mich gerne mit ihm getroffen. Wir haben wahnsinnig interessante Gespräche geführt. Beim DFB hat sich einiges unter Matthias Sammer entwickelt. Für mich galt es aber auch sich die Aufgabe ganz genau zu überlegen, da ich vorher das Tagesgeschäft als Bundesliga-Trainer gewöhnt war, was mir auch großen Spaß machte. Von Tag zu Tag wurde ich 'heißer' auf diese Aufgabe. Danach hatte ich auch noch ein sehr gutes Gespräch mit Joachim Löw. Jetzt freue ich mich auf die Aufgabe als Sportdirektor beim DFB." +++
+++ 12.08 Uhr: Helmut Sandrock: "Wir halten Robin Dutt für den absolut richtigen Kandidaten für diesen Posten." +++
+++ 12.05 Uhr: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach erklärt, wie es zur Verpflichtung von Robin Dutt gekommen ist: "Am 02. Juli morgens um 9 Uhr bat Matthias Sammer um die Freigabe zum FC Bayern. Diese Bitte haben wir ihm am gleichen Tag erfüllt. Noch in der gleichen Woche haben wir uns ein Profil erstellt, wer der Nachfolger sein soll. Es sollte ein Fußballlehrer sein, der über Erfahrung in der Nachwuchsarbeit und im professionellen Bereich verfügt. Selbstverständlich war auch Joachim Löw in diese Gespräche involviert. Heute sind wir sehr froh, dass Robin Dutt der neue Sportdirektor wird und für vier Jahre beim DFB unterschrieben hat. Er wird seinen Posten sofort antreten, da er sein Arbeitsverhältnis mit Bayer 04 Leverkusen in einer sehr fairen Art beenden konnte. Wir sind der Überzeugung, dass wir in diesem Bereich einen absoluten Fachmann geholt haben. Robin Dutt ich freue mich, mit dir zusammenarbeiten zu dürfen." +++
+++ 11.57 Uhr: In wenigen Augenblicken geht es los. Dann wird Robin Dutt als neuer DFB-Sportdirektor vorgestellt. +++
Robin Dutt wird Nachfolger von Matthias Sammer als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Wie die "Bild"-Zeitung am Dienstagabend auf ihrer Homepage berichtete, hatte sich der ehemalige Coach von Bayer Leverkusen am Dienstag mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach getroffen, um den langfristigen Vertrag klarzumachen. Zuvor soll sich Dutt in einem Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw auf eine gemeinsame Strategie verständigt haben. Der Sportdirektor ist für alle DFB-Teams unterhalb der A-Mannschaft zuständig.
Dutt würde damit Nachfolger von Sammer, der den Posten seit April 2006 innehatte und Anfang Juli als Sportvorstand zum FC Bayern München wechselte.
Als Spieler war Dutt nur bei unterklassigen Teams aktiv. Später trainierte er unter anderem den TSF Ditzingen und die Stuttgarter Kickers. 2007 übernahm er den damaligen Zweitligisten SC Freiburg und führte ihn 2009 zurück in die Bundesliga.
+++ Dutt beerbt Sammer und wird neuer Sportdirektor beim DFB +++
2011 wechselte er als Nachfolger von Jupp Heynckes zu Bayer Leverkusen. Nach einer Serie von fünf Pflichtspiel-Niederlagen in Folge, zu denen das 1:7 beim FC Barcelona – die höchste Europapokal-Niederlage des Vereins überhaupt – gehörte, wurde er dort am 1. April 2012 entlassen.
Der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV, Carl-Edgar Jarchow, nannte die Verpflichtung Dutts einen "mutigen Schritt". Am Rande des Freundschaftsspiels des HSV gegen Barcelona (1:2) am Dienstagabend sagte er: "Es ist eine Überraschung, aber eine positive." Es sei richtig, dass nicht jemand aus der DFB-Familie das Erbe Sammers antrete, sondern jemand von außen komme. Allerdings räumte Jarchow auch ein: "Er tritt ein schweres Erbe an." (dapd/abendblatt.de)
















