Champions League
1:0! Stockers spätes Siegtor schockt den FC Bayern
Der FC Bayern München hat im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Basel eine ordentliche Ausgangsposition in der Schlussphase verspielt.
Bedröppelte Bayernstars schauen nicht hin, wie der FC Basel das Siegtor im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League feiert
Foto: dapd
FC Basel - FC Bayern München 1:0
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Vor dem Spiel: Die Mission Finalteilnahme im eigenen Stadion geht für den FC Bayern München in die nächste Runde. Im Achtelfinalhinspiel der Champions League muss der deutsche Rekordmeister heute beim schweizer Meister FC Basel antreten. Nach den dürftigen Auftritten in der Bundesliga in den vergangenen Wochen stehen die Bayern und vor allem Trainer Jupp Heynckes unter Druck. Eine Niederlage in Basel und die Alarmstimmung an der Säbener Straße würde wohl endgültig explodieren.
Heynckes setzt in Basel wieder auf Superstar Arjen Robben, der zuletzt in der Liga nicht in der Startelf stand. Der Niederländer bildet zusammen mit dem Franzosen Franck Ribery die gefürchtete Flügelzange, die Stürmer Mario Gomez mit Flanken füttern soll. Thomas Müller erhält eine Pause und sitzt auf der Bank.
Viele Blicke gehen heute auf Basels Superstar Xherdan Shaqiri. Der Schweizer wechselt in der kommenden Saison zum heutigen Gegner nach München. Ob er seinen zukünftigen Arbeitgeber ärgert? Bayern-Stürmer Gomez verlangte im Vorfeld eine „Topkonzentration“ und eine „Topmotivation“ von sich und seinen Mitspielern. Am 13. März will der FCB dann im Rückspiel gegen Basel vor eigener Kulisse den Viertelfinal-Einzug perfekt machen. Mit dem Mittelfeldmotor Bastian Schweinsteiger (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Innenverteidiger Daniel van Buyten (Fußbruch) fehlen allerdings zwei wichtige Akteure. Ob die Bayern auch ohne die beiden Leistungsträger zurecht kommen, erfahren Sie hier im Liveticker.
Die Aufstellungen
Basel: 1 Sommer - 27 Steinhöfer, 19 Abraham, 6 Dragovic, 3 Park - 17 Shaqiri, 8 Huggel, 34 Xhaka, 20 Fabian Frei - 9 Streller, 13 Alexander Frei. - Trainer: Vogel
München: 1 Neuer - 13 Rafinha, 17 Boateng, 28 Badstuber, 21 Lahm - 44 Timoschtschuk, 27 Alaba - 10 Robben, 39 Toni Kroos, 7 Ribery - 33 Gomez. - Trainer: Heynckes
Schiedsrichter: Nicola Rizzoli (Italien)
Zuschauer: 38.000 (ausverkauft)
Bayern basteln am Triple-Team
Karl-Heinz Rummenigge war ohnehin nicht in besonders guter Laune beim Abflug in Richtung Basel. Die Frage nach dem Stand der Vertragsverhandlungen mit dem Mönchengladbacher Innenverteidiger Dante interessierte den gestressten Chef von Bayern München daher angeblich so überhaupt nicht. „Wir vermelden erst etwas, wenn es etwas zu vermelden gibt“, pampte er – aber ein Dementi klingt anders: 88 Tage vor dem Saisonende bastelt die Münchner Vorstandsetage unter Hochdruck am Kader der kommenden Spielzeit. Nach dem Basler Xherdan Shaqiri kommt wohl auch Dante - und das ist erst der Anfang.
Sieben Verträge laufen im Sommer aus: Ziel ist es, um den langfristig gebundenen Kern der Mannschaft mit Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Toni Kroos ein Team zu entwerfen, das tatsächlich in den kommenden Jahren auf Augenhöhe mit Europas Besten spielen kann. Dazu fehlen mindestens ein Stürmer, ein Innenverteidiger und wohl ein zweiter Leader neben Schweinsteiger.
Priorität haben momentan noch die Gespräche in den eigenen Reihen. Sowohl Mario Gomez als auch Arjen Robben fordern für die Verlängerung ihrer 2013 auslaufenden Verträge bessere Bezüge. Gomez soll in die Liga der Top-Verdiener (neun Millionen Euro jährlich) aufsteigen. Die Superstars sind das Fundament, um das Schritt für Schritt angebaut werden soll.
„Zwei Top-Leute“ fordert Trainer Jupp Heynckes von seinen Chefs in jedem Jahr, und nach dieser Saison herrscht besonders großer Bedarf. Eine weitere Spielzeit nach einem Großereignis will der Rekordmeister nicht mit einem zu kleinen Kader voller ausgelaugter Superstars angehen.
„Ich will das Triple mit Bayern München holen“, kündigte immerhin Shaqiri schon an – und sprach den Bossen aus der Seele. Auch Dantes Wechsel für rund 4,6 Millionen ist nach übereinstimmenden Medienberichten beschlossene Sache. Der Gladbacher gilt als bessere, vor allem aber billigere Alternative zu den langfristig gebundenen Wunschkandidaten Mats Hummels (Borussia Dortmund) und Benedikt Höwedes (Schalke 04).
44 Millionen investierte der Rekordmeister nach der titellosen Vorsaison unter anderem im Manuel Neuer, Jerome Boateng und Rafinha. Die Schwachstelle Abwehr wurde trotz der Millionen nicht behoben, im Sturm ist Mario Gomez konkurrenzlos. Zumal Ivica Olic seinen im Winter geplatzten Wechsel wohl im Sommer realisieren wird.
Einen Zweijahresvertrag werden die Bayern dem 32-Jährigen nicht anbieten, der Wechsel zu Liga-Konkurrent VfL Wolfsburg gilt als so gut wie sicher. Als möglicher Ersatzmann – „ein Knaller, der auch in Barcelona spielen kann“ (Uli Hoeneß) – wird unter anderem der 19-jährige Schwede John Guidetti von Feyernoord Rotterdam diskutiert. Mehrfach haben Bayerns Scout den „schwedischen Wayne Rooney“ schon beobachtet. Wunschkandidat Robert Lewandowski von Borussia Dortmund ist wohl nicht zu bekommen.
Beschlossen sind neben der Altersruhe von Torhüter Jörg Butt inzwischen die Abgänge der Mittelfeldspieler Takashi Usami und Daniel Pranjic. Anatoli Timschotschuk steht auf der Kippe, auch Sorgenkind Breno wird in München trotz aller offiziellen Tätscheleien wohl keine Zukunft haben. Viel zu tun ist also in der Abwehr, unabhängig vom Verbleib Daniel van Buytens.








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