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Sport

Die Katastrophe von Port Said

Ägyptens Co-Trainer: "Wir sind vorher gewarnt worden"

Tomek Kaczmarek war nicht im Stadion, als 74 Menschen starben. Er sagt, es habe Warnungen vor Unruhen bei Fußballspielen gegeben.

Tomek Kaczmarek, Co-Trainer der ägyptischen Nationalmannschaft, war nicht im Stadion, als 74 Menschen bei Unruhen ums Leben kamen
Foto: picture alliance / augenklick/fi/augenklick/firo Sportphoto

KAIRO. Tomek Kaczmarek, Co-Trainer der ägyptischen Fußball-Nationalmannschaft, ist der Katastrophe von Port Said durch eine rechtzeitige Warnung entgangen. „Ich war nicht im Stadion in Port Said, mir geht es gut. Wir sind vorher gewarnt worden“, sagte Kaczmarek, der seit Januar als Assistent des Cheftrainers Bob Bradley arbeitet, der "Bonner Rundschau".

Kaczmarek, vor seinem Engagement Trainer des Landesligisten Bonner SC und der in der Bundesliga spielenden U19-Junioren, war trotzdem schockiert: „Das ist eine furchtbare Tragödie.“

Der 27-Jährige sagte aber auch, dass es Warnungen gegeben habe. Deshalb habe sich der Stab der Nationalmannschaft entschlossen, nicht ins Stadion zu fahren. Bereits einige Tage zuvor seien sie bei einem später abgebrochenen Spiel vor Ausbrechen der Unruhen aus dem Stadion geführt worden: „Auch hier sind wir gewarnt worden“, sagte Kaczmarek.

"Ein böser Flaschengeist hat das Land in seiner Macht"

Die Zukunft der Nationalmannschaft ist nach der Tragödie weiter offen: „Bislang weiß ich, dass sechs Nationalspieler im Schock zurückgetreten sind“, sagte Kaczmarek. Trotzdem will er vorerst in Ägypten bleiben: „Ich fühle mich hier jederzeit sicher, ich empfinde Ägypten als fantastisches Land.“

Am Mittwochabend war es nach dem Spiel Al-Masrys gegen Al-Ahly Kairo zur schlimmsten Katastrophe der ägyptischen Fußball-Geschichte gekommen. 74 Menschen starben. (sid)

Stimmen zur Fußball-Tragödie in Ägypten:

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Tragödien im Fußballstadion:

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dpa
 

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