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Sport

Skispringen

Freitag "überglücklicher" Zweiter - Freund enttäuscht

Nach einer enttäuschenden Vierschanzentournee meldete sich der Skispringer mit seinem ersten Podestplatz des Jahres zurück.

Richard Freitag (l.) neben Sieger Kamil Stoch aus Polen und dem Dritten Andreas Kofler aus Österreich
Foto: dpa

Zakopane. Richard Freitag hat sein Lächeln wiedergefunden. Nach einer enttäuschenden Vierschanzentournee meldete sich der Skispringer aus Aue mit seinem ersten Podestplatz des Jahres in Zakopane eindrucksvoll zurück. „Ich freue mich sehr, meine Sprünge waren ganz gut. So kann es weitergehen“, sagte Freitag, der mit seinen beiden Sätzen auf jeweils 126,5 m insgesamt 251,2 Punkte erreichte und damit 6,7 Zähler hinter Tagessieger Kamil Stoch aus Polen landete.

Obwohl Freitag „überglücklich“ über die dritte Podiumsplatzierung seiner Karriere war, waren seine Gedanken auch bei seinem enttäuschten Teamkollegen Severin Freund. „Für ihn tut es mir wirklich sehr leid, ich fühle da wirklich mit“, sagte der Sachse. Freund (Rastbüchl) hatte nach dem ersten Durchgang noch in Führung gelegen. Bei starkem Rückenwind stürzte der Tournee-Siebte jedoch jämmerlich ab und wurde noch bis auf den zehnten Platz durchgereicht.

Mit hängendem Kopf verließ Freund den Auslauf und zog niedergeschlagen davon. „Ich werde ihn jetzt trösten, es geht auch wieder bergauf. Es ist nur sehr schade“, sagte Freitag. Er selbst weiß, wovon er spricht, denn gerade bei der Tournee war er als Zehnter der Gesamtwertung nicht nur hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben.

Auch die Top-Athleten waren von der Wetterlotterie betroffen. Während Tourneesieger Gregor Schlierenzauer mit dem 18. Platz zufrieden sein musste, landete der Gesamtweltcup-Führende Andreas Kofler nach einem starken zweiten Sprung immerhin noch auf dem dritten Rang.

Als einziger DSV-Adler schaffte es Michael Neumayer nicht in den zweiten Durchgang. Der 33-Jährige aus Berchtesgaden stürzte bei schwierigen Windverhältnissen auf 111,0 m ab und landete nur auf Platz 37. Ein ähnliches Schicksal ereilte Stephan Hocke (Schmiedefeld) im zweiten Durchgang. Nach einem guten Auftakt verhinderte starker Rückenwind ein besseres Ergebnis, der Team-Olympiasieger von 2002 kam nicht über Rang 27 hinaus.

Ähnliche Probleme hatten in Zakopane auch Maximilian Mechler (23./Isny) und Andreas Wank (24./Oberhof). „Es ist wirklich schwierig, immer bei diesen Bedingungen zu springen. Aber wir haben uns irgendwie schon daran gewöhnt“, sagte Mechler.

Starker Wind und Schneefall hatte den Springern beim ersten von zwei Wettbewerben zugesetzt. Der Beginn wurde um 15 Minuten nach hinten verschoben, auch während des ersten Durchgangs gab es mehrfach Verzögerungen. „Es ist schon ein wenig frustrierend, dass wir immer wieder diese Bedingungen haben“, sagte der Österreicher Schlierenzauer: „Aber immerhin ist das Wetter für jeden von uns gleich.“

Beendet wird der Weltcup am Sonnabend (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) mit dem zweiten Springen von der Großschanze.

 

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