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Sport

Reaktionen auf Tod von Sarah Burke

"Love you Sarah" - Freestyle-Gemeinde in Trauer

Kanadas Wintersportszene ist fassungslos: Mit nur 29 Jahren ist Ski-Freestyle-Ikone Sarah Burke an den Folgen eines Trainingsunfalls gestorben.

Sie war die Ikone ihres Sports: Die kanadische Freestylerin Sarah Burke ist neun Tage nach einem Trainingssturz ihren schweren Kopfverletzungen erlegen (Bild aus 2010). "Sarah war größer als das Leben", sagt Verbandsgeschäftsführer Peter Judge
Foto: dapd/DAPD

Salt Lake City. Sarah Burke hat den Kampf verloren: Die Halfpipe-Weltmeisterin im Ski-Freestyle von 2005 und kanadische Hoffnung für die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 ist neun Tage nach einem schweren Unfall im Training in einem Krankenhaus in Salt Lake City gestorben. Das teilte die Familie der 29-Jährigen am Donnerstag mit.

Die Halfpipe-Weltmeisterin von 2005 war am 10. Januar beim Training in Park City/Utah auf dem Kopf gelandet und einen Tag später operiert worden. Seitdem lag sie im Koma. Nach einem Herzstillstand sei es zu "schweren, irreparablen Gehirnschäden“ wegen Mangels an Sauerstoff und Blut gekommen, hieß es in der Mitteilung der Familie. Ihr Ehemann Rory Bushfield, ebenfalls Freestyler, hatte bis zuletzt auf eine Rettung gehofft. "Sarah ist sehr, sehr stark, sie wird es schaffen“, hatte er erklärt.

"Sie ist friedlich im Kreis ihrer Liebsten eingeschlafen. Ihren Wünschen entsprechend, werden ihre Organe gespendet, um das Leben anderer zu retten“, teilte Familiensprecherin Iris Yen mit. Eine öffentliche Trauerfeier sei in den kommenden Wochen geplant.

Auf einem Spendenkonto zur Abdeckung der Krankenhaus-Kosten in Höhe von 550.000 US-Dollar war bis Freitagmorgen eine fünfstellige Summe eingegangen. Die Athleten sind nach einem Bericht der Internetausgabe der kanadischen Tageszeitung "National Post“ nicht über den CFSA versichert, wenn sie außerhalb von Verbandswettbewerben starten.

Burke galt als Ikone ihrer Sportart, die 2014 bei den Winterspielen im russischen Sotschi erstmals olympisch sein wird. Die Kanadierin hatte in ihrer Karriere vier Mal das Extremsportevent Winter X-Games gewonnen und galt als Favoritin auf die Goldmedaille in der Superpipe für die Spiele in Sotschi.

Die Ski-Szene reagierte mit Entsetzen und großer Trauer auf den Tod der populären Freestylerin. "Sarah war größer als das Leben, ein phänomenaler Repräsentant ihres Sports und hat ihr Leben in vollen Zügen genossen“, sagte Peter Judge, Geschäftsführer des Kanadischen Freestyle-Ski-Verbandes (CFSA).

Judge betonte, dass es ihn überraschen würde, wenn der ausrichtende Sponsor keine Versicherung abgeschlossen habe. Nach seinen Angaben gebe es bereits mehrere Hilfsangebote, unter anderem vom Internationalen Olympischen Komitee.

"Unser Land hat einen großen Verlust erlitten“, teilte der alpine Verband Kanadas mit. "Ruhe in Frieden. Meine Gedanken und Gebete gehen an ihre Familie und Freunde“, schrieb die amerikanische Skirennfahrerin Julia Mancuso. "Wir sprechen der Familie unser Beileid aus. Sarah hat den Sport zu dem gemacht, was er heute ist“, erklärte der Freestyle-Verband ihres Heimatlandes in einer Mitteilung.

Burkes Teamkollegin und Weltmeisterin Roz Groenewoud zeigte sich ebenfalls erschüttert: "Danke, dass du sechs Jahre lang eine großartige Teamkollegin warst und mehr an mich geglaubt hast, als ich selbst“, schrieb sie über Twitter, "du wirst immer mein Held bleiben. Love you Sarah.“

Mit Material von dpa, sid und dapd

 

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