Nationalmannschaft
Versöhnung? Ballack kündigt Gespräch mit Niersbach an
Dem mittlerweile 35-jährigen Ballack war im Juni 2011 von Bundestrainer Löw mitgeteilt worden, dass seine Ära in der Nationalelf beendet sei.
Bundestrainer Joachim Löw und Spieler Michael Ballack (l.) unterhalten sich während des Abschlusstrainings im Millennium Stadion in Cardiff 2009
Foto: dpa/DPA
Lagos/Frankfurt. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Michael Ballack hat nach den Versöhnungssignalen des DFB ein Gespräch mit dem designierten Präsidenten Wolfgang Niersbach angekündigt. Am diesem Freitag hat Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß zahlreiche Gäste zu einer großen Party anlässlich seines 60. Geburtstags eingeladen, auf der auch der 35 Jahre alte Leverkusener Profi Ballack sein wird. „Da wird es sicher ein Gespräch mit Wolfgang Niersbach geben“, sagte Ballack am Montag im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen in Lagos/Portugal.
Ballack bestätigte, dass Niersbach „mehrfach versucht“ habe, ihn telefonisch zu erreichen. Niersbach will sich nach eigenen Angaben für eine Versöhnung von Ballack mit Bundestrainer Joachim Löw einsetzen. "Der DFB hat großes Interesse daran, dass alle Beteiligten miteinander ins Reine kommen", sagte DFB-Generalsekretär Niersbach, nachdem sich am Sonntag bereits Ex-Teamchef und Bayer-Sportchef Rudi Völler für einen Friedens-Gipfel eingesetzt hatte. Dem mittlerweile 35-jährigen Ballack vom Bundesligisten Bayer Leverkusen war im Juni 2011 von Löw mitgeteilt worden, dass seine Ära im Team des dreimaligen Welt- und Europameisters beendet sei. Es folgte eine öffentliche Schlammschlacht, in der Ballack den Bundestrainer sogar der Lüge bezichtigte. Ballack verzichtete seinerseits auf eine Berufung und einen offiziellen Abschied im Rahmen des Länderspiel-Klassikers im Spätsommer gegen Rekord-Weltmeister Brasilien in Stuttgart.
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Zuletzt hatte auch Löw für ein Ende des monatelangen Streits mit dem 98-maligen Nationalspieler plädiert. "Ich hoffe, dass wir die Dinge irgendwann bereinigen. Wir alle, die daran beteiligt waren, hätten diese Sache besser lösen müssen, alle Beteiligten. So wie es kam und wie es momentan ist, ist es nicht zufriedenstellend. Alle, die in diesen Gesprächen involviert waren, haben es nicht geschafft", sagte der 51-jährige.Auch Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser sprach sich für einen ausführlicheren Abschied Ballacks als mit «Buch und Handschlag am Mittelkreis" aus. Ob es jedoch dazu kommt, ließ Ballack offen. "Es ist vorbei. Ich war schon immer ein Mensch, der bittere Dinge gut verarbeitet", sagte Ballack. "Trotzdem sind Dinge vorgefallen, die sind nicht mehr rückgängig zu machen. Ob man da jetzt mit einem Satz irgendwas ändert?"
(dpa/sid/abendblatt.de)








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