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Sport

Biathlon-Weltcup

Neuner feiert den besten Saisonstart ihrer Laufbahn

Im schwedischen Östersund kam die deutsche Doppel-Olympiasiegerin nach dem Sieg im Sprint in der Verfolgung auf den dritten Rang.

Biathletin Magdalena Neuner kam im schwedischen Östersund zum besten Saisonstart ihre Karriere
Foto: Getty Images for BMW/Getty

ÖSTERSUND. Traumstart für die Biathlon-Königin! Magdalena Neuner hat mit dem besten Saisonbeginn ihrer Karriere auch in Schweden das Zepter in die Hand genommen. Die Doppel-Olympiasiegerin aus Wallgau landete nach ihrem 25. Jubiläumssieg im Sprint am Sonnabend 24 Stunden später im Verfolgungsrennen wie schon zuvor im Einzel auf dem dritten Platz und steht damit an der Spitze des Gesamtweltcups. Im Schatten der 24-Jährigen feierten Franziska Hildebrand ein starkes Debüt und Simon Schempp ein beeindruckendes Comeback. Dazu überzeugte Andreas Birnbacher mit guter Frühform.

Rekordweltmeisterin Neuner hat wieder einmal alles richtig gemacht. Die individuelle Vorbereitung mit dem Verzicht auf das Trainingslager im finnischen Muonio erwies sich in Östersund als Schlüssel zum Erfolg. „Ich bin gestern schon mit einem Grinsen dagesessen und habe gedacht: Ja, ich hab’s definitiv richtig gemacht. Das war die Bestätigung“, sagte Neuner am Sonntag. Tags zuvor hatte sie bereits gejubelt: „Gleich am ersten Weltcup-Wochenende einen Sieg zu landen, das habe ich noch nie geschafft.“

Jubiläumserfolg für Neuner: 25. Weltcup-Sieg

Gesund, fit und sehr entspannt ist die erfolgsverwöhnte Skijägerin auf dem Weg zur vielleicht besten Saison ihrer Laufbahn. Die Spekulationen um ein baldiges Karriereende, die Neuner mit eigenen Aussagen („Ich denke, dass es bei mir relativ schnell vorbei sein wird“) mit angeheizt hatte, scheinen die Wallgauerin überhaupt nicht in ihrer Konzentration zu stören: „Nur die Fragen danach nerven.“

Nach dem Sprintsieg im Wimpernschlagfinale mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf die Norwegerin Tora Berger am Samstag verpasste Neuner den zweiten Erfolg innerhalb von 24 Stunden, weil sie sich vier Schießfehler leistete. „Ich musste heute schon ein bisschen kämpfen, aber ich hatte noch Reserven auf der Schlussrunde. Toll, hier mit dem dritten Platz aufzuhören“, sagte Neuner, die hinter Berger und der Finnin Kaisa Mäkäräinen aufs Podest kam.

Einzel-Vizeweltmeisterin Tina Bachmann (Schmiedeberg/1 Schießfehler) stürmte von Platz 27 im Sprint als Sechste noch in die Top 10. Auch Andrea Henkel (Großbreitenbach/3) überzeugte als Zehnte. Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld) musste sich nach ihrem sechsten Platz bei ihrer Weltcup-Premiere im Einzel und Platz 18 im Sprint diesmal mit Platz 27 begnügen. „Heute war es ein bisschen zäh, aber insgesamt war es ein super Wochenende“, sagte Hildebrand.

Zuvor hatte sich Andreas Birnbacher im Verfolgungsrennen seinen zweiten Top-10-Platz gesichert. Der 30-Jährige aus Schleching belegte über 12,5 km mit drei Schießfehlern und 1:05,4 Minuten Rückstand den sechsten Platz. „Das Feld ist so stark, da muss man sich den sechsten Platz erst einmal wieder erkämpfen und da vorne drin bleiben“, sagte Birnbacher, der bereits im Sprint Sechster geworden war: „Ich bin selten so stark in eine Saison eingestiegen, vor allem läuferisch.“

Der fehlerfreie französische Verfolgungsweltmeister Martin Fourcade gewann in 32:56,0 Minuten überlegen vor Emil Hegle Svendsen (Norwegen/25,5 Sekunden zurück) und Jaroslav Soukup (Tschechien/26,9). Fourcade hatte bereits das Einzel über 20 km am Mittwoch für sich entschieden.

Michael Greis (Nesselwang/2 Fehler) als 10. und der Einzel-Dritte Simon Schempp (Uhingen/1) als 11. rundeten das gute deutsche Ergebnis ab. Schempp, der von Platz 35 aus dem Sprint nach vorne gestürmt war, freute sich über die drittbeste Zeit in der Loipe: „Läuferisch war es heute super. Ich hoffe, dass es jetzt so weitergeht.“ Der 23-Jährige feierte in Schweden ein beeindruckendes Comeback, nachdem er im Januar wegen gesundheitlicher Probleme die vergangene Saison vorzeitig hatte beenden müssen. (sid)

 

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