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Sport

Bundesliga

Mainz gewinnt in Unterzahl gegen den VfB Stuttgart mit 3:1

Den 12. Spieltag der Fußball-Bundesliga eröffnete Mainz 05 mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart und beendet damit die Talfahrt.

Bayerns Topstürmer Mario Gomez (links) trifft nach 16 Minuten zum 1:0 gegen Augsburg
Foto: REUTERS

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Mainz. Mit einer mitreißenden Aufholjagd hat der FSV Mainz 05 seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Durch Tore des Nigerianers Anthony Ujah (53./64. Minute) und von Andreas Ivanschitz (60./Foulelfmeter) zum 3:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart feierte das Team von Thomas Tuchel zum Auftakt des 12. Bundesliga-Spieltags den ersten Heimsieg seit dem 6. August und damit den ersehnten Befreiungsschlag. Einziger Wermutstropfen war die Rote Karte für Eugen Polanski, der sieben Minuten vor Schluss wegen eines groben Foulspiels am eingewechselten Christoph Hemlein vom Feld musste.

Nationalstürmer Cacau (50.) hatte die Schwaben am Freitag vor 34.000 Zuschauern im ausverkauften Mainzer Stadion in Führung gebracht. Durch die Niederlage verpasste Bruno Labbadias Elf die Chance, vorläufig bis auf Tabellenplatz zwei zu klettern. Nach Spielende sah Stuttgarts Abwehrspieler Maza die Gelb-Rote-Karte, weil er sich mit Schiedsrichter Guido Winkmann angelegt hatte.

"Die Erleichterung ist natürlich riesengroß. Ich freue mich, dass wir das auch mit dem nötigen Glück noch umgebogen haben“, resümierte 05-Coach Tuchel. Auch Ivanschitz fiel ein Stein vom Herzen: "Heute war es wichtig, auch wieder einmal einen dreckigen Sieg einzufahren. Es war wichtig, vor der Länderspielpause ein Zeichen zu setzen.“

Die Kritik der Gäste richtete sich vor allem gegen den Unparteiischen. "Der Elfmeter vor dem 2:1 war ein absoluter Scherz. Alle haben weitergespielt, nur der Schiedsrichter hat etwas gesehen“, erklärte Martin Harnik. Torschütze Cacau analysierte nüchterner: "Schade, dass wir mit einer Niederlage in die Pause gehen. Wir dürfen die Schuld nicht beim Schiedsrichter suchen, sondern müssen uns an die eigene Nase fassen.“

Mit personellen Veränderungen auf vier Positionen wollte Tuchel gegen den Tabellen-6. die Trendwende nach fünf Heimpleiten am Stück erzwingen. Die engagiert auftretenden Rheinhessen fanden im zweiten Durchgang auch die spielerischen Mittel, um den lange Zeit gut organisierten Gegner in Verlegenheit zu bringen. Die vorher vier Mal unbezwungenen Stuttgarter versäumten es, aus ihren Vorteilen in der ersten Spielhälfte Kapital zu schlagen.

In einer emotional geführten Partie blieben klare Torchancen zunächst Mangelware. Auf den ersten Aufreger des Spiels mussten die Fans indes bis zur 37. Minute warten: Ivanschitz setzte sich im Strafraum durch und überwand auch Ulreich, doch Khalid Boulahrouz klärte für seinen bereits geschlagenen Schlussmann vor der Linie.

Mit wesentlich mehr Power starteten die zuletzt neunmal sieglosen Mainzer in Durchgang zwei, doch das erste Tor fiel auf der anderen Seite. Nach einer scharfen Hereingabe von Martin Harnik erzielte Cacau reaktionsschnell sein viertes Saisontor. Doch der FSV zeigte sich keineswegs geschockt: Nur 140 Sekunden nach dem Rückstand köpfte Ujah eine Flanke von Elkin Soto an Ulreich vorbei und ließ sich überschwänglich für seinen Premierentreffer im Fußball-Oberhaus feiern.

Danach gab es für den wie befreit aufspielenden FSV kein Halten mehr. Ivanschitz traf vom Punkt zum 2:1, nachdem Winkmann einen leichten Schubser von Maza an Nicolai Müller als elfmeterreif bewertet hatte. Die Stuttgarter hatten sich kaum über die Strafstoßentscheidung beruhigt, als erneut der 21 Jahre alte Ujah zur Stelle war und mit dem 3:1 für die Entscheidung sorgte.

Von Detlef Rehling

 

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