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Sport

Europa League

Schalke enttäuscht, Hannover zeigt tolle Moral

Die Königsblauen blamierten sich beim 0:0 gegen Larnaka aus Zypern. Hannover lag schon zurück, drehte die Partie aber zum 2:1-Sieg in Kopenhagen.

Schalkes Klaas-Jan Huntelaar erlitt nach einem Zusammenprall eine Verletzung an der Nase - vermutlich ein Bruch
Foto: WITTERS/Witters Sport-Presse-Fotos

Gelsenkirchen. Die beiden Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und Hannover 96 haben die K.o.-Runde in der Europa League weiter fest im Visier. Die Niedersachsen gewannen beim dänischen Meister FC Kopenhagen mit 2:1 (0:0) und verschafften sich somit vor den noch ausstehenden beiden Spielen eine glänzende Ausgangsposition, während Pokalsieger Schalke beim 0:0 gegen AEK Larnaka aus Zypern zwar auf der ganzen Linie enttäuschte, als Tabellenführer dennoch alle Trümpfe in der Hand hält.

Dame N'Doye hatte Kopenhagen nach einer Ecke zunächst in Führung (67.) gebracht, ehe Jan Schlaudraff (71.) der verdiente Ausgleich gelang. Lars Stindl markierte in einer hektischen Schlussphase dann den umjubelten Siegtreffer (74.) für die Niedersachsen.

Hannover hatte zuvor den direkten Verfolger Kopenhagen, der im Hinspiel noch ein 2:2 bei den Niedersachsen erzielt hatte, durch den Erfolg in der Gruppe B relatuv deutlich distanziert und hat bei noch zwei ausstehenden Partien als Tabellenzweiter vier Punkte Vorsprung auf Kopenhagen.

Vor 35.000 Zuschauern begann Hannover zunächst zurückhaltend und lauerte aus einer tiefstehenden Defensive auf Konter. Allerdings klappte das Umschalten von Defensive auf Offensive wie bei den jüngsten Niederlagen gegen Mainz 05 im DFB-Pokal (0:1 n.V.) und in Mönchengladbach (1:2) lange nicht wie gewohnt. Zudem fehlte die nötige Kreativität, um die Abwehr der Dänen zu überlisten.

Zwingende Tormöglichkeiten konnten sich die Niedersachsen so zunächst nicht erarbeiten. Sergio Pinto versuchte es aus der zweiten Reihe (21.), sein Schuss brachte Johan Wiland im Kopenhagener Tor aber nicht in Verlegenheit. Eine richtig gute Gelegenheit vergab Stindl kurz vor der Pause (40.) per Kopf. Mohammed Abdellaoue hatte sich bis zur Grundlinie durchgekämpft und nach innen geflankt. Doch Stindl setzte den Ball knapp über die Latte - obwohl er völlig unbedrängt war.

Kopenhagen auf der anderen Seite investierte vor heimischen Publikum zwar mehr in die Partie als noch im Hinspiel, konnte Ron-Robert Zieler im Tor von Hannover aber auch nicht wirklich in Gefahr bringen. Die Stürmer N'Doye und Cesar Santin, vor denen Slomka vor der Partie eindringlich gewarnt hatte, wurden von der 96-Innenverteidigung gut aus dem Spiel genommen. Als N'Doye in der 29. Minute doch einmal freigespielt wurde, verzog der Senegalese aus 19 Metern deutlich.

In Hälfte zwei entwickelte Hannover mehr Druck und wirkte agiler. In der 61. Minute war es erneut Stindl, der nach einem kurzen Solo eine Lücke fand und vor dem Strafraumgrenze abzog. Doch sein Schuss ging knapp links vorbei. Nach dem Rückstand zeigte Hannover aber eine starke Reaktion und nutze vor rund 10.000 mitgereisten 96er Fans seine Möglichkeiten eiskalt aus.

Auf Schalke wurde die Mannschaft von Trainer Huub Stevens mit einem Pfeifkonzert verabschiedet, nachdem sich eine B-Elf der Königsblauen gegen den krassen Außenseiter aus Zypern blamiert hatte. Das Hinspiel hatte der Bundesliga-Zweite noch mit 5:0 gewonnen. Torjäger Klaas-Jan Huntelaar wahrscheinlich die Nase gebrochen. Das erklärte Stevens nach der Begegnung. Der Niederländer war in der 81. Minute mit Teamkollege Joel Matip zusammengeprallt und musste ausgewechselt werden. Schalke beendete die Begegnung mit zehn Spielern, da Stevens schon drei Akteure ausgetauscht hatte. Huntelaars Einsatz im Spiel am Sonntag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) bei Hannover 96 ist fraglich. „Vielleicht spielt er mit einer Maske“, sagte Stevens.

(sid/abendblatt.de)

 

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