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Sport

Neuer Nationaltrainer vorgestellt

Klinsmann will Fußball in den USA verändern

Mit sanfter Hand und klarer Linie wolle er den Fußball in den USA verändern, erklärte der Ex-Bundestrainer bei seiner Vorstellung in New York.

Jürgen Klinsmann (rechts) und US-Soccer-Präsident Sunil Gulati bei der Vorstellung in Manhattan
Foto: AFP

New York. Jürgen Klinsmann ist zurück! Als neuer amerikanische Nationaltrainer will er den Fußball in den USA mit sanfter Hand verändern. „Ich werde nicht ankommen und den Typen aus Europa spielen. Ich habe meine eigenen Ideen, wie ich den US-Fußball nach vorne bringen will, aber ich baue auf dem auf, was hier seit 20 Jahren aufgebaut worden ist“, sagte Klinsmann bei seiner offiziellen Vorstellung am Montag im „Niketown“ im New Yorker Stadtteil Manhattan.

Der gerade 47 Jahre alt gewordene ehemalige deutsche Teamchef deutete an, dass er auf einen eher offensiven Stil setzen könnte. „Fußball spiegelt die Kultur eines Landes. Ihr Amerikaner reagiert nicht gerne auf das, was andere euch vormachen. Ihr wollt gerne entscheiden, was als nächstes passiert. Vielleicht werden wir mehr Wert auf einen proaktiven Spielstil mit mehr eigenem Ballbesitz legen.“ Der Weg dorthin sei aber lang. „Auch Barcelona wurde nicht in ein paar Jahren geboren“, sagte Klinsmann.

Eine wichtige Rolle wird laut Klinsmann dem ehemaligen Bundesligaprofi Claudio Reyna zukommen, derzeit für die Jugendarbeit im US-Verband zuständig. „Claudio wird immer ein fester Teil unserer Arbeit sein und mit am Tisch sitzen“, sagte Klinsmann, der seine Spielphilosophie auch in den Jugendteams einführen will. „Die Grundlage ist die Jugend.“ Die genaue Zusammensetzung seines Trainerstabs gab Klinsmann noch nicht bekannt. Er werde in naher Zukunft mit einer Reihe von „Gasttrainern“ arbeiten.

Klinsmann bat die amerikanischen Medien um Geduld. „Es ist eine andere Situation als in Deutschland vor sieben Jahren, als der Mediendruck enorm war und es darum ging, die Leute gleich zu beruhigen“, sagte Klinsmann. Seine persönlichen Erwartungen richteten sich nach den Ergebnissen der Vergangenheit. „In Deutschland musst du das Finale erreichen, sonst sind die Leute unglücklich. In den USA ist das Viertelfinale schon großartig“, sagte Klinsmann.

Nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem amerikanischen Verband im Vorjahr habe es nun „ein bestimmtes Niveau an Vertrautheit“ gegeben, begründete Klinsmann sein Engagement. „Es geht nicht um Macht, sondern um die Themen und Aufgaben, die uns ständig umgeben“, sagte Klinsmann. Verbandspräsident Sunil Gulati betonte aber, dass Kompetenzen auch vertraglich festgesetzt worden seien. „Wir haben das nicht mit einem Handschlag geregelt“, sagte er.

Klinsmanns erstes Spiel findet bereits am übernächsten Mittwoch, den 10. Juli, in Philadelphia gegen Mexiko statt. (dapd)

 

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