Fussball
"Stolz und geehrt" - Klinsmann wird US-Nationalcoach
Der ehemalige Nationalspieler und Bundestrainer übernimmt den Posten von Bob Bradley, der entlassen wurde.
Jürgen Klinsmann ist neuer Fußballnationaltrainer der USA
Foto: dpa
Berlin. Das ist ein Hammer: Jürgen Klinsmann wird neuer Fußball-Nationaltrainer der USA. Das bestätigte der Verband am Freitag. Der ehemalige DFB-Teamchef übernimmt den Posten des am Donnerstag entlassenen Bob Bradley. „Ich bin stolz und fühle mich geehrt. Ich danke dem amerikanischen Fußball-Verband für diese Chance und blicke mit Aufregung auf die kommenden Aufgaben. Ich freue mich darauf, die Mannschaft in Richtung WM 2014 vorbereiten zu können. Das ist eine tolle Aufgabe, ich werde sofort loslegen“, sagte Klinsmann, der am Sonnabend 47 Jahre alt wird. Sein Debüt auf der US-Bank wird der 108-malige Nationalspieler schon am 10. August im Länderspiel gegen Mexiko geben.
US-Medien hatten zuvor schon spekuliert, dass der frühere Nationalspieler und Weltmeister von 1990 den begehrten Job übernimmt. „Ist es endlich Klinsmann-Time?“, fragt „Sports Illustrated“-Kolumnist Grant Wahl in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag auf der Webseite SI.com. Wahl berief sich auf eine Quelle aus dem amerikanischen Verband, die ihm gesagt haben soll, der neue Trainer werde „keine Überraschung“ sein.
US-Verbandspräsident Sunil Gulati begrüßte Klinsmann euphorisch. „Wir sind hocherfreut, dass Jürgen unser neuer Cheftrainer wird. Er war ein großartiger Spieler, er hat die Erfahrung und das Wissen, uns voranzubringen. Er bringt die nötigen Führungsqualitäten mit“, sagte Gulati.
Auch Bundestrainer Joachim Löw nahm die Verpflichtung positiv auf: „Ich freue mich für Jürgen, dass er eine neue Herausforderung gefunden hat, und wünsche ihm viel Erfolg. Wie wir Jürgen kennen, wird er mit Power an die Aufgabe herangehen und viel bewegen.“
Klinsmann stand bereits nach der WM 2006 und im Jahr 2010 kurz vor einem Amtsantritt in den USA. „Zweimal hat uns Klinsmann am Altar stehen lassen“, schreibt Wahl, „sind aller guten Dinge nun drei?“ Ja, lautet die Antwort. Dabei hatte Klinsmann noch am vorigen Montag im "Kicker" gesagt, er sei nicht aktiv auf der Suche nach einem Trainerjob“. Doch da war Bob Bradley noch im Amt.
Klinsmann war zuletzt als Berater des kanadischen Vereins FC Toronto tätig. Dort konnte er unter anderem den ehemaligen Bremer Torsten Frings von einem Transfer überzeugen.
In Deutschland war Klinsmann zuletzt Trainer beim FC Bayern München. Das Experiment entpuppte sich aber als Missverständnis. Nach nicht einmal einem Jahr wurde der ehemalige Bayernstürmer wieder gefeuert. (sid/abendblatt.de)








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