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Sport

Bundesliga: Schalke 04

Heldt bestätigt: Verpflichtung von Lehmann möglich

Der 41 Jahre alte Lehmann, der Ende Mai den A- und B-Trainerschein gemacht hat, spielte bereits von 1988 bis 1998 bei den Königsblauen.

Jens Lehmann ordnete seine Abwehr beim Comeback gegen Wigan Athletic II lautstark
Foto: WITTERS/Witters/Offside

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Gelsenkirchen. Das Gerücht hat sich tatsächlich bestätigt: Pokalsieger Schalke 04 hat erstmals Gedankenspiele über eine mögliche Verpflichtung des ehemaligen Fußball-Nationaltorwarts Jens Lehmann bekundet. „Wir haben immer kommuniziert, dass wir wohl einen zweiten neuen Torwart holen, wenn Manuel Neuer uns verlässt. Wir haben viele Situationen durchgespielt - auch die Konstellation mit Jens Lehmann ist dabei“, sagte Sportdirektor Horst Heldt Sport Bild online.

Heldt betonte aber, dass noch alles offen sei. „Jens hat einige Anfragen, dazu muss er grundsätzlich überlegen, ob er überhaupt weitermacht.“ Der Schalker Manager hatte mit Lehmann schon beim VfB Stuttgart zusammengearbeitet.

Der 41 Jahre alte Lehmann, der Ende Mai den A- und B-Trainerschein gemacht hat, spielte bereits von 1988 bis 1998 bei den Königsblauen. In der gerade abgelaufenen Saison sprang er als Reservekeeper bei seinem Ex-Klub FC Arsenal ein. Lehmann bestritt bislang 394 Bundesligaspiele und stand zuletzt bis 2010 im deutschen Fußball-Oberhaus beim VfB Stuttgart unter Vertrag. Heldt hatte Lehmann damals zu den Schwaben gelotst.

Wer bei Schalke künftig die Nummer eins trägt, soll ich grundsätzlich erst während der Vorbereitung ergeben. Heldt hatte zuletzt bereits den Druck auf den neuen Schlussmann Ralf Fährmann, der den zu Bayern München abgewanderten Nationaltorwart Manuel Neuer ersetzen soll, erhöht. Rückkehrer Fährmann, der schon von 2003 bis 2009 das Schalker Trikot getragen hat, sei laut Heldt „nicht automatisch gesetzt.

Die Abendblatt-Glosse: Der ewig junge Lehmann

Im Grunde, sagte der Schriftsteller Peter Bamm, haben die Menschen nur zwei Wünsche: alt zu werden und dabei jung zu bleiben. Uli Stein und Toni Schumacher kamen diesem Ziel nahe, als sie sich mit 42 Jahren noch einmal ins Bundesligator stellten. Dagegen ist Jens Lehmann, den es mit Macht zurück in den Kasten zieht, mit seinen 41 ja fast noch ein junger Mann.

Womöglich sammelt der frühere Nationaltorwart Abschiede: von der DFB-Auswahl, gleich zweimal von Arsenal London, vom VfB Stuttgart und aus der Bundesliga. Das soll es nun immer noch nicht gewesen sein. Den Unruheständler, der seit einem Monat schon als Trainer arbeiten könnte, zieht es mit Macht dorthin, wo er den größten Teil seiner Bundesligakarriere zwischen den Pfosten stand - zum FC Schalke 04. Ein alter Neuer in Gelsenkirchen. Diese Meldung der "Stuttgarter Zeitung" erntete auf Schalke mit der Floskel "Davon ist mir nichts bekannt" von Geschäftsführer Peter Peters bestenfalls ein lauwarmes Dementi.

Lehmann und Aufhören, dieses Begriffspaar ist offensichtlich nicht kompatibel. Schalkes neuer Torwart Ralf Fährmann freut sich gewiss auf einen Ersatzmann, der auf und neben dem Platz gern mal rotsieht.

Lehmann könnte das Signal für eine Renaissance großer Torhüter werden. Falls Manuel Neuer bei Bayern München versagt, müsste Oliver Kahn, auch erst 41, noch mal ran. Der 1. FC Köln könnte sicher über Bodo Illgner, 47, nachdenken. Und der HSV könnte oben erwähnten Uli Stein, 56, kontaktieren. Der hält sich in Aserbaidschan fit. (sid/abendblatt.de)

 

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