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Sport

Eintracht Frankfurt

Veh: "Müssen gut einkaufen und dürfen keine Fehler machen"

Der Ex-Trainer des HSV soll den Absteiger zurück in die Erste Liga führen. Armin Veh übernimmt bei den Hessen von Christoph Daum.

Die neue sportliche Führung von Eintracht Frankfurt: Sportdirektor Bruno Hübner, Trainer Armin Veh und Vorstandschef Heribert Bruchhagen
Foto: dpa

Frankfurt/Main. „Wenn ich es nicht schaffe, in Hamburg erfolgreich zu sein, möchte in Deutschland keinen anderen Verein als Trainer mehr übernehmen". Diesen Satz sagte Armin Veh im vergangenen Dezember. Damals war er noch Trainer beim Hamburger SV. Knapp zwei Monate später wurde der Übungsleiter beim HSV aufgrund mangelnder Erfolglosigkeit entlassen. Veh nie wieder Trainer in Deutschland? Pustekuchen. Nur weitere zwei Monate später präsentiert Eintracht Frankfurt den früheren Stuttgarter und Wolfsburger als neuen Chefcoach. Der Bundesliga-Absteiger verpflichtete den 50-Jährigen überraschend. Am Dienstag wurde er offiziell vorgestellt. Gemeinsam mit dem ebenfalls neuen Sportdirektor Bruno Hübner soll der Meistertrainer von 2007 mit dem VfB Stuttgart, der zunächst für eine Saison unterschrieb, die Hessen zum sofortigen Wiederaufstieg führen. „An der 2. Liga reizt mich, dass man in die erste Liga aufsteigen kann“, sagte Veh, der die Nachfolge von Christoph Daum antritt, der nach dem Abstieg seinen Vertrag bei der Eintracht nicht verlängert hatte.

„Er war mein Topfavorit, und ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, ihn zu holen“, sagte Sportmanager Bruno Hübner der Frankfurter Rundschau. „Ich werde hier übernachten, habe aber leider kein frisches Hemd und keine Zahnbürste dabei, aber das werden wir schon irgendwie hinkriegen“, sagte Veh nach der erfolgreichen Vertragsverhandlung: „Bruchhagen und Hübner waren sehr hartnäckig. Und es sind Leute, die etwas von ihrer Sache verstehen.“

Nachdem sich die Eintracht vor knapp einer Woche in Hübner als neuem Sportmanager für die „kleine Lösung“ neben dem weiter mächtigen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen entschieden hatte, überrascht die Personalie Veh. Umso mehr, weil der ehemalige Profi von Borussia Mönchengladbach auch als Kandidat für den Posten des Sportdirektors gehandelt worden war. Letztlich aber folgte der Aufsichtsrat der Frankfurter der Empfehlung Bruchhagens und lotste den 50 Jahre alten Hübner vom künftigen Liga-Konkurrenten MSV Duisburg an den Main.

Nun macht Veh, der nach den Querelen beim Hamburger SV eigentlich erklärt hatte, nicht mehr als Trainer, sondern nur noch als Sportdirektor arbeiten zu wollen, mit Hübner gemeinsame Sache. Zusammen soll das Duo den ehemaligen Uefa-Cup-Sieger zum direkten Wiederaufstieg führen. Bereits am Tag seines Amtsantritts sei Hübner zu Veh gefahren. „Ich wollte nur ihn“, erzählte Hübner.

Veh, der mit dem VfB Stuttgart 2007 überraschend deutscher Meister geworden war, war anschließend auf den Stationen VfL Wolfsburg und Hamburger SV jeweils schon im Laufe seiner ersten Saison gescheitert. In Hamburg hatte Veh im März 2011 erklärt, dass er von einer Ausstiegsklausel Gebrauch machen wird, und seinen bis 2012 laufenden Vertrag im Sommer auflöst. Fünf Tage später wurde Veh nach einer 0:6-Niederlage bei Bayern München freigestellt.

„Ich kenne die Mannschaft relativ gut, sie wird sich nicht groß verändern“, kündigte Veh bei seiner Vorstellung am Dienstag im Eintracht-Museum an. Er wird mit dem Training beim Zweitligisten erst am 11. Juni und nicht wie ursprünglich vom Klub geplant am 8. Juni beginnen. „Wir müssen gut einkaufen und dürfen keine Fehler machen“, sagte der frühere HSV-Trainer, der den sofortigen Wiederaufstieg anpeilt: „Unser Ziel ist, dahin zurückzukehren, wo die Eintracht hingehört.“

Zuletzt waren bei der Eintracht Franco Foda, frischgebackener österreichischer Meister mit dem Grazer AK, und Claus-Dieter Wollitz, Trainer des Zweitligisten Energie Cottbus, als heiße Kandidaten für die Daum-Nachfolge gehandelt worden.

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