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Sport

French Open

Lübecker Kamke überrascht in Paris – Haas bei Comeback raus

Die Hamburger Haas und Mischa Zverev verloren in der ersten Runde. Sabine Lisicki und Philipp Petzschner erreichten auch die zweite Runde.

Rafael Nadal gewann zum sechsten Mal die French Open in Paris
Foto: Getty

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Paris. Das mit großer Spannung erwartete Comeback von Tommy Haas endete mit einer Niederlage – dafür hat am Montag ein deutsches Quartett bei den French Open den Sprung in die zweite Runde geschafft. Während Haas sich dem Türken Marsel Ilhan in vier Sätzen geschlagen geben musste, gewann Philipp Petzschner das deutsche Duell gegen Mischa Zverev souverän. Zudem überwanden Tobias Kamke gegen den Belgier Olivier Rochus, Michael Berrer gegen den Kanadier Milos Raonic und Sabine Lisicki gegen die Usbekin Akgul Amanmuradowa ihre Auftakthürden. Am Sonntag waren bereits Julia Görges und Mona Barthel weitergekommen waren. An diesem Dienstag ruhen die Hoffnungen auf den beiden deutschen Topspielern Andrea Petkovic und Florian Mayer.

Exakt 15 Monate nach seinem letzten Einzel-Auftritt kehrte Haas in der französischen Hauptstadt auf die große Tennis-Bühne zurück. Zwar unterlag der 33-Jährige dem zehn Jahre jüngeren Qualifikanten Ilhan mit 4:6, 6:4, 6:7 (1:7), 4:6. Dass sein von zahlreichen Verletzungen und Operationen geschundener Körper den Härtetest über 2:57 Stunden aber bestand, gab dem Wahl-Amerikaner Zuversicht für seinen angestrebten beschwerlichen Weg zurück in die Weltspitze.

„Ich denke schon, dass es sich gelohnt hat. Es war ein gutes Gefühl, mal wieder bei einem richtigen Match auf dem Platz zu stehen“, sagte Haas nach seinem ersten Einzel seit Februar 2010, als er in Delray Beach bereits in der ersten Runde gescheitert war. Danach sah man die einstige Nummer zwei der Welt überhaupt nicht mehr auf dem Court, es folgten Operationen an Hüfte und Ellenbogen.

„Ich muss jetzt abwarten, wie der Körper reagiert“, meinte der gebürtige Hamburger, der kein Freund des roten Sandes ist. „Ich hoffe, dass ich jetzt wieder richtig in den Tour-Rhythmus reinkomme. Und dann muss ich im Oktober oder November sehen, ob ich noch mithalten kann oder ob es Zeit ist, eine Entscheidung zu treffen und etwas anderes zu machen.“

In Paris wird Haas an der Seite von Petzschner zunächst weiter im Doppel dabei sein. Petzschner freut sich auf den Auftritt mit Haas und dessen Rückkehr auf die Tour. „Tommy hat eine überragende Sportlermentalität. Dass er nach so vielen Rückschlägen zurückgekommen ist, verdient höchsten Respekt“, sagte der Wimbledon-Sieger im Doppel.

Der Bayreuther war zudem mit seiner Leistung beim 7:6 (7:3), 6:0, 6:4 gegen Landsmann Zverev sehr zufrieden. „Am Anfang musste ich ein bisschen reinkommen, danach war es aber eine sehr souveräne Vorstellung“, meinte Petzschner, der nun auf den Belgier Steve Darcis trifft.

Überraschend schafften auch Kamke und Berrer den Sprung in die zweite Runde. Auf Kamke wartet dort nun der Serbe Viktor Troicki, Berrers Gegner wird erst am Dienstag ermittelt. Wieder auf dem Weg zurück zu alter Stärke ist zudem Lisicki. Gegen Amanmuradowa gewann die in den USA lebende Berlinerin problemlos mit 6:0, 6:4 und trifft nun auf die an Nummer drei gesetzte Russin Vera Swonarewa. „Ich fühle mich wieder richtig gut auf dem Platz“, sagte Lisicki, die im vergangenen Jahr wegen Verletzungen von Rang 24 in die 200er Plätze der Weltrangliste abgerutscht war.

Wie für Haas und Zverev ist das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres im Einzel auch für Daniel Brands, Björn Phau, Denis Gremelmayr, Dustin Brown und Julian Reister bei den Herren sowie Kristina Barrois und Angelique Kerber bei den Damen vorbei. Topfavorit Novak Djokovic reichte dagegen der Schongang. Gegen den chancenlosen Niederländer Thiemo de Bakker setzte sich der Serbe locker mit 6:2, 6:1, 6:3 durch und ist in diesem Jahr auch nach 38 Spielen noch ungeschlagen. Die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki (Dänemark) bezwang die 40-jährige Japanerin Kimiko Date-Krumm klar mit 6:0, 6:2.

 

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