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Sport

Rallye-Unfall

Nach sieben Stunden im OP: Kubicas Hand gerettet

Die Hand des Rennfahrers muss nicht amputiert werden. Die Rückkehr von Robert Kubica in die Formel 1 ist ungewiss. Renault sucht Nachfolger.

Robert Kubica verunglückte schwer.
Foto: dpa/EPA ORIGINAL zu : O:\\BILDER\\B_

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Genua. Nach einer siebeneinhalbstündigen Operation hat einer der behandelnden Ärzte dem Formel-1-Piloten Robert Kubica eine lange Pause prognostiziert. Hand-Spezialist Igor Rossello sagte am späten Sonntagabend dem Sender Sky Italia, er sei aber zuversichtlich, dass der Pole innerhalb eines Jahres seine rechte Hand werde wieder vollständig gebrauchen können. Es habe zuvor die Gefahr bestanden, dass Kubica seine Hand verliere, erklärte der Mediziner nach der Operation in Pietra Ligure. Der Lotus-Renault-Fahrer Kubica hatte sich am Sonntagmorgen bei einem schweren Rallye- Unfall zahlreiche Bein- und Armbrüche und Handverletzungen zugezogen. Er liegt nach der Operation noch im künstlichen Koma.

Bereits zuvor war bekannt worden, dass Kubica seine rechte Hand wohl behalten kann. Die Ärzte mussten nicht amputieren. „Die Ärzte versuchen, die Funktionalität der rechten Hand wiederherzustellen. Sie haben die Blutzirkulation wiederhergestellt und die Knochenstruktur repariert. Nun geht es um die Funktionalität der Muskulatur. Robert ist sehr stark und wird das durchstehen“, sagte Kubicas Manager Daniele Morelli auf einer improvisierten Pressekonferenz vor dem Krankenhaus Santa Corona in Pietra Ligure, in das der 26-Jährige eingeliefert worden war. In ersten Meldungen schwebte Kubica sogar in Lebensgefahr. Neben seiner völlig zertrümmerten Hand, zog er sich schwere Knochenbrüche am rechten Arm und Bein zu.

Kubica war als Gastfahrer bei der italienischen Rallye „Ronde di Andora“ gestartet. Auf regennassem Asphalt geriet er mit seinem Skoda Fabia 2000 in der Gemeinde San Lorenzo in der Nähe von Genua ins Schleudern und krachte gegen eine Leitplanke. Diese bohrte sich in das Auto. Der Wagen schleuderte anschließend weiter und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Mauer einer Kirche. Während sein Co-Pilot Jacub Gerber unverletzt aus dem Auto stieg, erlitt Kubica schwere Verletzungen.

Seine Rückkehr in die Fomel 1 ist ungewiss. Sein Formel 1-Team Renault wird bis zum Formel-1-Saisonstart am 13. März in Bahrain wohl einen Nachfolger suchen müssen. Als Kandidat gilt unter anderem der deutsche Routinier Nick Heidfeld. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher reagierte als Gast auf der Münchner ISPO nach den Worten seiner Managerin Sabine Kehm „erschrocken und mit großem Entsetzen“ auf die Nachricht.

Kubica hatte von seinem Arbeitgeber erstmals die Erlaubnis für einen Rallye-Start im Auto eines anderen Herstellers bekommen. Für Kubica, der nach seiner Bestzeit bei den ersten Testfahrten in Valencia sogar als Geheimtipp für die kommende Formel-1-Saison galt, war es bereits der dritte schwere Unfall seines Lebens. 2007 beim Grand Prix in Montreal stockte den Zuschauern der Atem, als sein Sauber-BMW abhob und sich mehrfach überschlug, Kubica überstand den schlimmen Crash aber nahezu unverletzt. Einen Unfall im Straßenverkehr 2003 überstand er mit einem Armbruch.

 

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