Eishockey: Freezers setzen auf das Prinzip Hoffnung
"Wunder gibt es immer wieder", gab Schlagerqueen Katja Ebstein im Jahr 1970 zum Besten. Ein Leitsatz, der in der Kabine der Hamburg Freezers...
Foto: Witters
Hamburg. "Wunder gibt es immer wieder", gab Schlagerqueen Katja Ebstein im Jahr 1970 zum Besten. Ein Leitsatz, der in der Kabine der Hamburg Freezers aktueller denn je ist. Nach der zweiten Niederlage gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin hilft den Hamburgern wohl nur noch ein Wunder, um den drohenden Viertelfinal-K.-o. in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) abzuwenden. Zwar kämpften die Freezers in beiden Partien aufopferungsvoll und waren am Sonntag beim 2:3 nach Verlängerung phasenweise die bessere Mannschaft, jedoch entschied am Ende die körperliche und spielerische Frische die Partien zugunsten der Eisbären.
"Wir sind frustriert. Berlin war im zweiten Spiel alles andere als überragend. Wir haben aber in den Pre-Play-offs gegen Frankfurt auch einen 0:2-Rückstand noch umgebogen. Warum soll uns das nicht wieder gelingen?", fragt Verteidiger Andy Delmore, dessen Blick jedoch verriet, wie viel Zweckoptimismus in diesen Sätzen beinhaltet war.
Und das mit Recht, schließlich gelang es erst zwei Teams (Ingolstadt gegen Nürnberg 2003/04 und Nürnberg gegen Hannover 2006/07) in der 15-jährigen DEL-Geschichte, in einer Viertelfinalserie nach dem Modus "best of seven" einen 0:2-Rückstand umzubiegen. Drei Pleiten in Serie holte noch kein Team auf.
Trainer Paul Gardner, der personell aus dem Vollen schöpfen kann, ist vor dem heutigen dritten Spiel (19.30 Uhr; O2-World) also als Psychologe gefragt. "Es wird ein Test sein, wie wir die Niederlagen mental verarbeitet haben. Ich glaube nach wie vor an meine Jungs. Sie haben schon häufig Charakter gezeigt." Das wird auch bitter nötig sein, schließlich weiß Gardner, dass Berlin mit aller Macht die Vorentscheidung erzwingen will. Der Druck liegt auf Seiten der Hamburger. Bei einer erneuten Pleite würde wohl nicht mal mehr ein Wunder helfen.








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