Tennis: US Open
Der nächste Deutsche ist raus - Becker verliert gegen Ferrer
Von 17 in New York gestarteten Deutschen Tennisspielern sind damit nur noch zwei im Rennen. Die Belgierin Clijsters siegt dagegen souverän.
Der Weltranglistenerste Rafael Nadal aus Spanien testet die Qualität des Pokals nach seinem Finalsieg bei den US Open in New York gegen den Serben Novak Djokovic.
Foto: Reuters
New York. Die deutschen Tennis-Reihen haben sich bei den US Open dramatisch gelichtet. Nach Andrea Petkovic hatte in der Nacht zum Sonnabend nur noch Philipp Kohlschreiber die Chance auf den Einzug in die dritte Runde, nachdem zum Auftakt 17 Deutsche gestartet waren. In Benjamin Becker schied am Freitag der zehnte von elf gestarteten deutschen Herren aus. Der Mettlacher verlor gegen den an Nummer zehn gesetzten Spanier David Ferrer glatt mit 3:6, 4:6, 4:6.
Auf den Tag genau vier Jahre nach seinem sensationellen Triumph über Andre Agassi, mit dem Becker die Karriere des Ausnahmespielers beendete, blieb dem Saarländer diesmal eine Überraschung gegenFerrer verwehrt. Im ersten Satz nutze der Weltranglisten-Zwölfte seine einzige Breakchance konsequent aus.
Als Becker im zweiten Durchgang Ferrer erstmals das Service abnehmen konnte und mit 2:0 vorn lag, stoppte der Regen seinen Lauf. Durch die 40-minütige Unterbrechung kam der 29-Jährige völlig aus seinem Rhythmus, verlor seine beiden anschließenden Aufschlagsspiele und letztlich auch den Satz mit 4:6. Ferrer musste auf dem Nebenplatz 13 nicht einmal sein bestes Tennis spielen, um Becker zu besiegen, sondern nur geduldig auf die Fehler des Weltranglisten-70. warten. Das Break zum 3:2 im dritten Satz war die Entscheidung.
Danach stand noch Kohlschreiber in seinem Zweitrundenspiel dem Franzosen Gilles Simon gegenüber. Der Augsburger hatte bereits im Vorjahr als einziger Deutscher neben Thomas Haas die dritte Runde in Flushing Meadows erreicht und wollte diesmal Andrea Petkovic folgen.
Titelverteidigerin Kim Clijsters baute hat ihre Siegesserie bei den US Open auf 17 Erfolge nacheinander aus und zog bereits ins Achtelfinale ein. Die Belgierin gewann nahezu mühelos 6:3, 6:0 gegen Petra Kvitova aus Tschechien. Auf ihrem Weg unter die letzten 16 des mit 22,6 Millionen Dollar dotierten Turniers hatte Clijsters nur zu Beginn Probleme, als sie mit 0:3 zurücklag. Die 27-Jährige hatte zuletzt 2003 eine Partie in New York verloren, als sie im Finale ihrer Landsfrau Justin Henin unterlag. Anschließend startete Clijsters nur noch 2005 und 2009 beim vierten und letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres und gewann jeweils.
Zuvor hatten bereits French Open-Finalistin Samantha Stosur und Olympiasiegerin Jelena Dementjewa als erste Spielerinnen das Achtelfinale erreicht. Die an Nummer fünf gesetzte Stosur besiegte Sara Errani aus Italien 6:2, 6:3. Dementjewa kam gegen Daniela Hantuchova aus der Slowakei zu einem 7:5, 6:2-Erfolg. Die Russin stand 2004 im Endspiel von Flushing Meadows.








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